Hitzeschutz an Schulen & Kindergärten: Antrag abgelehnt

30 Grad im Klassenzimmer: Grüne kämpfen für Hitzeschutzplan an Steiermarks Schulen

Hitzewellen wie zuletzt zeigen, wie sehr überhitzte Klassenzimmer den Schulalltag belasten. Manche Klassen wichen in den Wald aus, andere hatten verkürzten Unterricht. Die Grünen wollten mit einem Antrag im Landtag dafür sorgen, dass Hitzeschutz an Schulen und Kindergärten künftig kein Zufall mehr ist, sondern ein verbindlicher Plan. FPÖ und ÖVP stimmten dagegen. Warum das aus Sicht der Grünen ein verpasster Moment ist und wie es jetzt weitergeht.

Hitzewelle zeigt Probleme in steirischen Schulen auf

Über 30 Grad in Klassenzimmern, Unterricht im Schatten von Bäumen, verkürzte Unterrichtszeiten: Die jüngste Hitzewelle hat gezeigt, wie stark Hitze den Schulalltag in der Steiermark inzwischen prägt. Besonders betroffen sind Gebäude mit großen Glasflächen, wie auch die Bildungsdirektion einräumt, dort heizen sich Räume schneller auf und kühlen in der Nacht kaum ab. Kinder, Jugendliche und Pädagog:innen berichten von Konzentrationsproblemen und Kreislaufbeschwerden, wenn tagelang keine Abkühlung möglich ist.

Genau dieses Thema haben die Grünen im Landtag dringlich gemacht. Bildungssprecherin Veronika Nitsche bringt es auf den Punkt: „Die Antworten des Bildungslandesrats haben gezeigt: Es gibt bereits einzelne Maßnahmen und erste Ansätze. Genau deshalb ist unverständlich, dass FPÖ und ÖVP unseren Antrag für einen verbindlichen Hitzeschutzplan ablehnen.“

Der grüne Vorschlag für Hitzeschutz

Im Antrag „Hitzeschutz für Kindergärten und Schulen“ schlagen die Grünen einen umfassenden, verbindlichen Hitzeschutzplan für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen vor. Die zentralen Punkte:

  • Ein landesweiter Hitzeschutzplan für Schulen und Kinderbildungseinrichtungen
  • Eine Bestandsaufnahme, welche Standorte besonders unter Hitze leiden, als Grundlage für einen nachvollziehbaren Sanierungsplan
  • Funktionierende Beschattungssysteme an allen betroffenen Standorten
  • Mehr Grün statt Beton: Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen und Freiflächen nach dem Schwammstadt-Prinzip
  • Hitzeschutz als fixer Bestandteil bei jedem Schulneubau und jeder Sanierung
  • Ein praxisnaher Leitfaden für den Schulalltag an Hitzetagen

Damit wollen die Grünen weg von kurzfristigen Einzellösungen hin zu einem System, das langfristig für kühlere Klassenzimmer sorgt – lange bevor die nächste Hitzewelle kommt.