Krautwaschl zu Amesbauer: Sanierungen senken Kosten für Gemeinden

Krautwaschl zu Amesbauer: „Sanieren senkt Kosten, Jammern nicht“

Die Debatte um die Sanierung öffentlicher Gebäude in der Steiermark sorgt derzeit für politische Diskussionen. Auslöser sind Aussagen von FPÖ-Landesrat Hannes Amesbauer, der vor hohen Kosten durch EU-Vorgaben zur Energieeffizienz warnt. Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl sieht das anders: Nicht notwendige Sanierungen seien die Belastung, sondern die Kosten, die durch ausbleibende Investitionen Jahr für Jahr entstehen. Gemeinden bräuchten deshalb Unterstützung bei der Modernisierung ihrer Gebäude, um langfristig Energie und Geld zu sparen.

Kritik an EU-Vorgaben sorgt für Diskussion

Mit Blick auf neue europäische Vorgaben zur Energieeffizienz öffentlicher Gebäude kritisiert Landesrat Hannes Amesbauer die erwarteten finanziellen Auswirkungen für Land und Gemeinden. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Energieverbrauch öffentlicher Einrichtungen schrittweise zu senken und Gebäude fit für die Zukunft zu machen.

Für Sandra Krautwaschl greift die Diskussion jedoch zu kurz. Aus ihrer Sicht wird vor allem über die Investitionskosten gesprochen, während die langfristigen Einsparungen kaum berücksichtigt werden.

„Amesbauer verwechselt wieder einmal Verantwortung mit Widerstandsrhetorik. Statt in der Steiermark Lösungen auf den Tisch zu legen, macht die FPÖ Brüssel für alles verantwortlich. Schulen, Kindergärten, Amtsgebäude oder Pflegeeinrichtungen energiesparend zu sanieren, ist keine Belastung für die Zukunft, sondern eine Investition in bessere Gebäude, niedrigere Betriebskosten und mehr Lebensqualität vor Ort“, sagt Krautwaschl.

Gemeinden langfristig entlasten

Steigende Energiekosten stellen viele Gemeinden vor Herausforderungen. Gleichzeitig bieten Sanierungen die Möglichkeit, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken und öffentliche Budgets zu entlasten.

Für die Grünen steht daher die Frage im Mittelpunkt, wie Gemeinden bei Planung, Finanzierung und Umsetzung unterstützt werden können. Investitionen in energieeffiziente Gebäude würden nicht nur die laufenden Kosten reduzieren, sondern auch die Qualität öffentlicher Einrichtungen verbessern.

Die Kosten des Nichtstuns

Krautwaschl warnt davor, notwendige Sanierungen aufzuschieben. Wer heute nicht investiere, müsse langfristig mit höheren Energieausgaben und steigenden Betriebskosten rechnen.

„Amesbauer beklagt die Kosten, aber verschweigt die Kosten des Nichtstuns. Wer Energie verschwendet, belastet Budgets dauerhaft. Verantwortungsvolle Politik heißt, Gemeinden bei Planung, Finanzierung und Umsetzung zu helfen, statt sich hinter Brüssel-Bashing zu verstecken“, so Krautwaschl.

Aus Sicht der Grünen braucht es deshalb einen konstruktiven Zugang zur Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen. Ziel müsse sein, Gemeinden bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur zu unterstützen und damit langfristig Kosten zu senken, Ressourcen zu schonen und die Lebensqualität vor Ort zu stärken.