Sachprogramm Wind: Warum jetzt konkrete Umsetzung zählt

Windkraft in der Steiermark: Hoffnung und Zweifel beim neuen Sachprogramm

Die Steiermark steht vor wichtigen Entscheidungen in der Energiepolitik. Mit dem neuen Sachprogramm Windenergie setzt das Land einen Schritt in Richtung Ausbau erneuerbarer Energie. Die Grünen sehen darin eine Chance – aber auch offene Fragen. Denn ob die Ziele bis 2030 tatsächlich erreichbar sind, bleibt aus ihrer Sicht unklar.

Sachprogramm Windkraft: Ein Schritt, aber noch kein Durchbruch

Die Landesregierung hat ein neues Sachprogramm für Windenergie vorgelegt. Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen im Landtag, ist das grundsätzlich ein positives Signal. „Immerhin lehnt diese Landesregierung die Windkraft nicht aus ideologischen Gründen ab“, sagt Krautwaschl. Gleichzeitig bleibt sie vorsichtig: „Vorrangzonen alleine sind noch keine Windkraft.“

Damit spricht sie einen zentralen Punkt an: Die Ausweisung von Flächen bedeutet noch nicht, dass dort auch tatsächlich Windräder gebaut werden.

Gemeinden als Schlüssel für den Ausbau

Ein zentraler Hebel liegt für Krautwaschl in den Gemeinden. Dort wehren sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oft gegen geplante Windräder, statt den Ausbau von Windkraft voranzutreiben und die Bevölkerung von den Vorteilen zu überzeugen.
Hier sieht sie noch großen Handlungsbedarf und richtet klare Erwartungen an Manuela Khom, Landeshauptmann-Stellvertreterin: „Es darf nicht sein, dass gerade Bürgermeister immer wieder Windkraft in ihren Gemeinden verhindern.“

Für die Energiewende brauche es breite Unterstützung – auch auf lokaler Ebene. Saubere, selbst produzierte Energie sei eine gemeinsame Aufgabe.

Gemeinsamer Weg zu sauberer Energie

Der Ausbau der Windkraft ist mehr als ein technisches Projekt. Es geht um leistbare Energie, regionale Wertschöpfung und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Die Grünen setzen dabei auf Zusammenarbeit statt Blockade. Ziel ist eine Steiermark, die Energie selbst erzeugt und langfristig unabhängiger wird.