Schulden steigen laut Rechnungshof drastisch

Steiermark steuert laut Analyse auf Rekordschulden zu

Die finanzielle Lage der Steiermark spitzt sich weiter zu. Eine aktuelle Analyse des Landesrechnungshofes zeigt eine deutliche Zunahme der Schulden bis 2029. Für viele Menschen wird damit spürbar, was sich schon länger abzeichnet. Die Grünen sehen nun klaren Handlungsbedarf, um gegenzusteuern.

Neue Analyse zeigt drastische Entwicklung der Steiermark-Schulden

Die aktuelle Analyse des Landesrechnungshofes bringt Klarheit in die finanzielle Lage des Landes. Laut Bericht steigen die Schulden von 5,72 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf über 10 Milliarden Euro bis 2029.

>> Zur vollständigen Analyse des Landesrechnungshofs

Auch die Pro-Kopf-Verschuldung nimmt deutlich zu und liegt künftig bei rund 8.000 Euro. Im Vergleich der Bundesländer zählt die Steiermark damit zu den Schlusslichtern. Grünen Budgetsprecher Lambert Schönleitner ordnet die Zahlen klar ein: „Wir sehen hier keine kurzfristige Schieflage, sondern eine dramatische Fehlentwicklung über Jahre.“

Schwache Bewertung und wachsender Druck

Die Bewertung durch die Ratingagentur Standard & Poor’s unterstreicht die angespannte Situation. Mit der Note 4 fällt die Einschätzung deutlich negativ aus. Der Bericht zeigt:

  • steigende Gesamtverschuldung
  • höchste Pro-Kopf-Belastung im Bundesländervergleich

Für viele Steirerinnen und Steirer wird damit sichtbar, wie stark sich politische Entscheidungen auf den Landeshaushalt auswirken.

Steigende Personalkosten ohne erkennbare Reformen

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Entwicklung der Personalkosten. Während Investitionen in Gesundheit und Bildung als notwendig gelten, fehlt laut Grünen eine klare Steuerung in anderen Bereichen. „Dass die Kosten im direkten Landesdienst weiter steigen, ohne erkennbare Reformen, zeigt ein strukturelles Problem“, so Schönleitner.

Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung braucht es gezielte Maßnahmen statt eines unkontrollierten Wachstums.

Einnahmen sichern statt Spielräume verkleinern

Kritisch sehen die Grünen auch die Pläne, die ORF-Landesabgabe abzuschaffen. In einer ohnehin angespannten Budgetsituation würde das den finanziellen Spielraum weiter einschränken.

Stattdessen gehe es darum, den Haushalt langfristig stabil aufzustellen und Handlungsspielräume für wichtige Zukunftsbereiche zu sichern – etwa für Klimaschutz, Bildung und Lebensqualität in den Gemeinden.