Schülertransporte in der Steiermark: Das Schuljahr läuft, die Lösung lässt warten
Seit einem Monat sitzen die Kinder wieder in der Schule. Viele Familien in der Steiermark wissen aber weiter nicht, ob der Schülertransport morgen noch fährt. Eine Arbeitsgruppe sollte die Probleme längst angehen, doch Ergebnisse gibt es bisher keine. Die Grünen setzen sich für schnelle Übergangslösungen für betroffene Gemeinden ein.
Schülertransporte: Ein Problem, das viele Familien kennen
Für viele Kinder am Land beginnt der Schultag mit einer Busfahrt. Fällt dieser Transport weg oder reicht er nicht aus, müssen die Eltern einspringen. Sie organisieren Fahrgemeinschaften, bringen ihre Kinder vor der Arbeit selbst zur Schule oder nehmen lange und unsichere Schulwege in Kauf.
Die Grünen haben diese Probleme schon im vergangenen Schuljahr in den Landtag gebracht. Damals ging es vor allem um weggefallene oder unzureichende Verbindungen im sogenannten Schülergelegenheitsverkehr. Das sind Transporte für Kinder, die abseits von regulären Buslinien wohnen.
>> Zur letzten Debatte im Landtag
Arbeitsgruppe angekündigt, aber Ergebnisse fehlen
Im Jänner reagierte die Landesregierung auf die Grüne Initiative. Sie verwies auf eine Arbeitsgruppe mit den Bundesländern. Diese sollte prüfen, wie der Schülergelegenheitsverkehr neu organisiert und finanziert werden kann. In derselben Stellungnahme räumte das Land ein, dass der Verkehrsverbund von eingestellten Schülertransporten teilweise erst durch Beschwerden erfährt.
Seither ist ein halbes Jahr vergangen, und ein neues Schuljahr hat begonnen. Ergebnisse der Arbeitsgruppe sind bislang keine bekannt.
„Der Sommer ist vorbei, die Schule hat wieder begonnen. Nur die Lösung ist offenbar noch in der Arbeitsgruppe. Irgendwann müssen aus Ankündigungen halt auch Ergebnisse werden“, sagt Grünen-Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner.
Auch auf Bundesebene ist es still geworden
Eine dauerhafte Lösung muss letztlich auf Bundesebene gefunden werden, denn dort wird der Schülergelegenheitsverkehr finanziert. Schönleitner erinnert deshalb an eine Ankündigung aus dem Frühjahr: „Im Februar hat FPÖ-Bundesrat Peter Samt im Landtag noch großmundig angekündigt, das Thema prioritär weiterzuverfolgen. Das haben wir ausdrücklich begrüßt. Seitdem haben wir auch davon nichts mehr gehört. Jetzt wollen wir wissen, was weitergegangen ist. Und vor allem, wann endlich eine Lösung kommt.“

