Luftverschmutzung in der Steiermark: Gesundheit braucht Verantwortung

Wenn die Luft krank macht: Warum Gesundheitspolitik gerade jetzt gefragt ist

Hohe Feinstaubwerte sorgen derzeit in der Steiermark für Alarmstimmung. Expert:innen warnen davor, sich bei starker Luftverschmutzung im Freien aufzuhalten – besonders im Großraum Graz. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie ernst die Folgen sind. Die Grünen Steiermark machen deutlich: Gesundheitsschutz darf nicht zur Zuständigkeitsfrage werden.

Feinstaub als unterschätztes Gesundheitsrisiko

Feinstaub und andere Luftschadstoffe zählen seit Jahren zu den größten, oft unterschätzten Umweltgefahren für die Gesundheit. Eine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Graz zeigt nun besonders alarmierende Ergebnisse: Selbst kleinste Feinstaubpartikel können bei Schwangeren bis in die Plazenta gelangen und dort Schäden verursachen. Damit sind auch ungeborene Kinder direkt betroffen.
Zur Studie der Med Uni Graz.

Warnungen aus der Wissenschaft – Handlungsbedarf in der Politik

Wenn Expert:innen mittlerweile dazu raten, sich zeitweise gar nicht mehr im Freien aufzuhalten, ist das ein deutliches Warnsignal. Klubobfrau Sandra Krautwaschl brachte dieses Thema zu Beginn der Landtagssitzung auf die politische Tagesordnung und richtete eine klare Frage an Gesundheitslandesrat Kornhäusl: Wie verantwortungsvoll ist eine Verkehrspolitik, die zusätzliche Belastungen für die Luftqualität in Kauf nimmt?

Verkehrspolitik und Gesundheit hängen zusammen

Maßnahmen wie die Abschaffung des Luftschutz-100ers oder Pläne für eine dritte Spur auf der A9 wirken sich direkt auf die Luftqualität aus. Aus Sicht der Grünen Steiermark ist klar: Verkehrspolitik ist immer auch Gesundheitspolitik.

„Wenn es um saubere Luft geht, geht es um den Schutz der Menschen – besonders jener, die sich nicht selbst schützen können.“
Sandra Krautwaschl im Landhaushof vor einem Tor mit der Abbildung des steirischen Panthers.
Sandra Krautwaschl
Klubobfrau

Verantwortung übernehmen statt wegschieben

Dass sich der Gesundheitslandesrat für nicht zuständig erklärte, sorgt bei den Grünen für Unverständnis. Gesundheitliche Risiken durch Umweltbelastungen lassen sich nicht auf andere Ressorts abschieben. Krautwaschl macht deutlich: Gerade in Zeiten zunehmender Umweltbelastungen braucht es eine Politik, die Verantwortung übernimmt, wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nimmt und präventiv handelt.

Saubere Luft ist keine ideologische Frage, sondern eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität und Gesundheit. Die Grünen Steiermark setzen sich dafür ein, dass Gesundheits- und Verkehrspolitik gemeinsam gedacht werden – im Interesse der Menschen und zukünftiger Generationen.