Breite Unterstützung für Lkw-Fahrverbot auf der Buchauerstraße
Der Widerstand gegen den Lkw-Ausweichverkehr auf der B 117 Buchauerstraße bekommt neuen Rückenwind. Im Landtag haben sich erstmals alle Fraktionen hinter die Grüne Forderung nach einem Lkw-Fahrverbot gestellt. Für die betroffenen Gemeinden im Osten des Bezirks Liezen könnte das eine spürbare Entlastung bringen. Die Grünen sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Lebensqualität und weniger Schwerverkehr in der Region.
Breite Allianz gegen Lkw-Ausweichverkehr
Seit Jahren wird die B 117 Buchauerstraße als mautfreie Ausweichroute zwischen Oberösterreich und der Steiermark genutzt. Besonders in den Ortszentren entlang der Strecke sorgt der zunehmende Schwerverkehr immer wieder für Belastungen.
Auf Basis eines Grünen Antrags haben sich nun erstmals alle Fraktionen im Landtag inhaltlich hinter die Forderung nach einem Lkw-Fahrverbot gestellt. Für den Grünen Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner ist das ein wichtiger Durchbruch.
„Wir kämpfen seit mehr als zehn Jahren dafür, dieses letzte große Mautschlupfloch in der Obersteiermark zu schließen. Heute sind wir einen entscheidenden Schritt weiter“, sagt Schönleitner.
Gemeinden und Tourismus leiden unter dem Verkehr
Besonders betroffen sind laut Schönleitner die Gemeinden entlang der Strecke sowie die Tourismuswirtschaft in der Nationalparkregion. Lärm, Schwerverkehr und steigende Belastungen würden die Lebensqualität vieler Menschen beeinträchtigen. „Frächter verstehen es natürlich, solche Strecken gezielt anzufahren. Das Problem tragen am Ende aber die Menschen in den Gemeinden“, so Schönleitner.
Die Grünen sehen darin nicht nur ein Verkehrsproblem, sondern auch eine Frage des regionalen Lebensumfelds. Weniger Ausweichverkehr könnte Ortskerne entlasten und die Attraktivität der Region stärken.
Fahrverbot rechtlich möglich
Lange ist argumentiert worden, dass ein Lkw-Fahrverbot auf der Buchauerstraße rechtlich kaum umsetzbar wäre. Laut Schönleitner zeigen jedoch andere Beispiele in Österreich, dass solche Regelungen sehr wohl möglich sind.
„Mittlerweile sieht man: Wenn sauber gearbeitet wird und gute Gutachten vorliegen, dann sind solche Lösungen sehr wohl möglich“, erklärt Schönleitner.
Hoffnung auf rasche Umsetzung
Für die Grünen zeigt die aktuelle Debatte im Landtag, dass sich die politische Stimmung deutlich verändert hat. Nach Jahren der Diskussion gebe es nun erstmals eine breite politische Unterstützung für konkrete Maßnahmen. „Wir waren bei diesem Thema noch nie so weit wie heute“, sagt Schönleitner. Die endgültige Entscheidung über ein Fahrverbot liegt bei der Bezirkshauptmannschaft. Nach der heutigen Debatte zeigen sich die Grünen jedoch zuversichtlich, dass eine Umsetzung näher rückt.
Geplant ist eine Verordnung nach der Straßenverkehrsordnung. Solche Fahrverbote gebe es bereits vielfach in Österreich. Nun sollen die notwendigen Gutachten möglichst rasch vorbereitet werden.

