Unsicherheit beim Hochwasserschutz in Fehring: Fall im Landtag
Wie gut ist Fehring beim nächsten Starkregen geschützt? Genau diese Frage beschäftigt aktuell viele Menschen in der Südoststeiermark. Ein geplantes Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt am Grazbach steht plötzlich auf der Kippe. Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl bringt den Fall nun in den Landtag, um Klarheit zu schaffen.
Projektstopp sorgt für Verunsicherung
Das geplante Hochwasserschutzprojekt in Fehring hätte gleich zwei Ziele verbunden: mehr Sicherheit für die Bevölkerung und ökologische Verbesserungen entlang des Grazbachs. Doch nun wurde das Vorhaben – offenbar wegen fehlender Landesmittel – auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob es überhaupt umgesetzt wird, ist derzeit offen.
Für viele Menschen vor Ort ist das eine belastende Situation. Denn mit zunehmenden Starkregenereignissen wird der Schutz vor Hochwasser immer wichtiger – gerade in Regionen, die bereits betroffen waren. „Wenn Projekte, die Menschen schützen sollen, plötzlich auf der Kippe stehen, dann sorgt das verständlicherweise für Verunsicherung. Und genau hier braucht es ohne Umschweife klare Antworten“, sagt Klubobfrau Sandra Krautwaschl.
Befragung im Landtag bringt das Thema auf die Agenda
Um Antworten zu bekommen, bringt Krautwaschl den Fall in die kommende Landtagssitzung ein. Dort wird sie die zuständige Landesrätin Simone Schmiedtbauer zu den Hintergründen befragen.
Im Zentrum stehen dabei zentrale Fragen:
- Warum wurde das Projekt gestoppt?
- Welche Rolle spielen Budgetentscheidungen?
- Wie geht es nun konkret weiter?
Die vollständige Befragung inklusive Begründung ist hier nachzulesen >> Zur Befragung
Schutz vor Extremwetter wird immer dringlicher
Der Fall Fehring steht exemplarisch für eine größere Herausforderung: Wie gut sind Gemeinden in der Steiermark auf zunehmende Extremwetter vorbereitet? Hochwasserschutz und Renaturierung gehen dabei oft Hand in Hand. Naturnahe Gewässer können Wasser besser aufnehmen und tragen dazu bei, Schäden zu reduzieren. Gleichzeitig sichern solche Projekte Lebensqualität direkt vor der Haustür.
„Wir wollen wissen, woran es liegt – und vor allem, wie es jetzt weitergeht. Die Menschen vor Ort haben ein Recht darauf zu erfahren, ob und wann der Schutz kommt, der ihnen zugesagt wurde“, so Krautwaschl.
Klarheit für die Region gefordert
Für die Menschen in Fehring geht es nicht um abstrakte Planung, sondern um konkrete Sicherheit. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass notwendige Schutzmaßnahmen umgesetzt werden – nachvollziehbar, transparent und im Sinne der Bevölkerung.

