Fürstenfeld: Ökopionierstadt ja, Klimabündnis nein?

Fürstenfeld: Warum der Ausstieg aus dem Klimabündnis ein Fehler wäre

Am 16. September 2026 entscheidet der Fürstenfelder Gemeinderat über die Zukunft der städtischen Klimapolitik. Die Stadtregierung will das bewährte Netzwerk Klimabündnis Steiermark verlassen und gleichzeitig beim Bundesprojekt Ökopionierstadt Österreich einsteigen. Die Grünen Fürstenfeld begrüßen den Einstieg in das neue Programm ausdrücklich, sehen aber keinen Grund, dafür ein funktionierendes Angebot aufzugeben.

Neues Klimaprojekt stößt bei den Grünen auf Zustimmung

Dass Fürstenfeld beim Bundesprojekt Ökopionierstadt Österreich mitmachen will, sehen die Grünen positiv. Das Programm unterstützt Städte bei der Anpassung an die Klimakrise, bei Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Energieversorgung. „Dass Fürstenfeld beim Projekt Ökopionierstadt mitmachen will, begrüßen wir ausdrücklich. Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Energieversorgung und mehr Nachhaltigkeit im Bauamt sind wichtige Schritte für unsere Stadt“, betont Grünen-Gemeinderat Josef Rauscher.

Klimafitte Innenstadt: Ein grünes Anliegen wird Wirklichkeit

Teil der geplanten Maßnahmen ist auch das bereits beschlossene Projekt „Klimafitte Innenstadt“ – ein Vorhaben, das die Grünen im Gemeinderat von Anfang an unterstützt haben. „Mehr Bäume, Beschattung, weniger versiegelte Flächen und eine attraktivere Innenstadt bringen den Menschen ganz konkret mehr Lebensqualität. Das sind alles Vorhaben, die wir Grüne in den vergangenen Jahren immer wieder forciert und vorangetrieben haben. Umso mehr freut es uns, dass sie nun umgesetzt werden sollen“, so Rauscher.

Zwei Angebote, die sich ergänzen statt ausschließen

Weniger nachvollziehbar ist für Rauscher, warum der Einstieg in das neue Bundesprojekt mit einem Ausstieg aus dem Klimabündnis verknüpft werden soll. „Das sind unterschiedliche Angebote, die sich hervorragend ergänzen. Die Ökopionierstadt bringt neue Projekte und Förderungen, das Klimabündnis bietet seit Jahren Beratung, Bildungsarbeit, Bewusstseinsbildung und konkrete Angebote für Gemeinden, Schulen und Kindergärten.“ Aktionen wie die Europäische Mobilitätswoche, Beratungsangebote und Bildungsprojekte bringen Klimaschutz direkt zu den Menschen vor Ort – ein Angebot, das laut den Grünen im Alltag der Stadt bereits fest verankert ist.

Rund 2.700 Euro im Jahr – gut investiertes Geld

Die Mitgliedschaft im Klimabündnis kostet Fürstenfeld rund 2.700 Euro jährlich. Für die Grünen steht dieser Betrag in keinem Verhältnis zum Nutzen: „Für eine Stadt unserer Größe ist das ein überschaubarer Betrag. Der Nutzen ist deutlich größer. Andere Städte zeigen außerdem, dass beides problemlos nebeneinander möglich ist – Feldbach ist sowohl beim Klimabündnis als auch bei der Ökopionierstadt dabei“, sagt Rauscher. Die Grünen setzen sich daher dafür ein, dass Fürstenfeld beide Möglichkeiten nutzt: „Es gibt keinen Grund, Ökopionierstadt und Klimabündnis gegeneinander auszuspielen. Fürstenfeld sollte beide Möglichkeiten nutzen: in eine klimafitte Stadt investieren und die Angebote des Klimabündnisses weiter nutzen.“