Grüne: Energiesparen ist das Gebot der Stunde

Grüne: Energiesparen ist das Gebot der Stunde

Scharfe Kritik von den steirischen Grünen an der Landesregierung: Diese bezeichnet die EU-Richtlinien zur Energieeffizienz von öffentlichen Gebäuden als „Brüsseler Belastungswelle“ – eine Positionierung, die bei den Grünen auf Unverständnis stößt. Denn Energie einzusparen spart langfristig Kosten und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem sind die notwendigen Sanierungsmaßnahmen ein wichtiger Impuls für die heimische Bauwirtschaft.

Kritik an Umweltlandesrat Amesbauer

Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl kritisiert die ablehnende Haltung der Landesregierung gegenüber der notwendigen Umsetzung der EU-Vorgaben: „Energie einsparen ist das Gebot der Stunde, nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern einfach, um Kosten zu senken – nicht nur für Heizung im Winter, sondern auch für Kühlung in immer heißer werdenden Sommern.“

Deutliche Worte findet Krautwaschl auch in Richtung des zuständigen Umweltlandesrats: „Wieder einmal argumentiert Umweltlandesrat Amesbauer absolut kurzsichtig. Ja: Maßnahmen zur Energieeffizienz verursachen Kosten. Diese Investition rechnet sich aber langfristig – angesichts der hohen Energiekosten sogar deutlich früher.“

Sanierungsquote von 3 Prozent als zentrale Forderung

Ausschlaggebend ist, wie rasch die bestehenden Gebäude saniert werden. Der ursprünglich vorgesehene Zielwert von 3 Prozent muss endlich wieder ernsthaft verfolgt werden, sagt Krautwaschl. Die dadurch entstehenden Aufträge sind ein wichtiger Impuls für die heimische Bauwirtschaft und damit auch wirtschaftspolitisch relevant.

Die steirischen Grünen kündigen an, die Umsetzung des Energieeffizienz-Umsetzungsgesetzes durch die Landesregierung genau zu beobachten. Die EU-Vorgaben zur Energieeffizienz öffentlicher Gebäude müssen jedenfalls konsequent eingehalten werden – das ist nicht nur notwendig, um die Klimaziele zu erreichen, sondern schlicht eine Kostenfrage.