Mehr Hitze und Extremwetter: Grüne drängen auf klare Strategie

Klimakrise verschärft Dürre und Extremwetter in der Steiermark

Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst in der Steiermark angekommen. Steigende Temperaturen führen zu mehr Hitze, diese entzieht dem Boden immer mehr Feuchtigkeit. Ausgedörrte Böden bereiten der Landwirtschaft zunehmend Sorgen: befürchtet werden Ernteausfälle, außerdem ist die Heuernte bisher äußerst gering ausgefallen.
Extreme Regenfälle, die immer häufiger auftreten, können vom ausgetrockneten Erdreich nicht mehr so gut aufgenommen werden. Verschärfend hinzu kommt das überbordende Zubetonieren unserer Böden. Die Folge: Überschwemmungen, die das Leben der Menschen und ihren Besitz in Gefahr bringen. 

Hitze und Wasserknappheit werden zur Belastungsprobe

Sinkende Grundwasserstände, trockene Böden und steigende Temperaturen setzen Gemeinden, Landwirtschaft und Einsatzorganisationen zunehmend unter Druck. In den letzten Wochen ist es in der Steiermark zu mehreren Waldbränden gekommen, darunter ein riesiger Flächenbrand in Eisbach-Rein, den Klubobfrau Sandra Krautwaschl hautnah miterlebt hat: „Das war schon sehr bedrohlich: Ich hab das Gefühl gehabt, der ganze Berg hinter uns brennt.“ Besonders beeindruckt zeigt sie sich vom Einsatz der Feuerwehren, die über Wochen hinweg gegen die Flammen kämpften.

Grüne verlangen neue Strategie zur Klimaanpassung

Für die Grünen reicht es nicht mehr aus, nur auf akute Krisen zu reagieren. Was es jetzt braucht, ist eine bessere Vorbereitung auf die zunehmenden Gefahren. Es braucht eine langfristige Strategie zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Im Fokus stehen dabei:

  • Sicherung der Trinkwasserversorgung
  • Schutz vor Hitze, besonders für vulnerable Gruppen
  • Schutz vor Überschwemmungen
  • mehr Wasserspeicherung in Böden und Landschaft
  • Maßnahmen gegen Trockenstress in der Landwirtschaft
  • bessere Vorbereitung der Feuerwehren auf Waldbrände
  • Eindämmung des hohen Bodenverbrauchs in der Steiermark

Auch neue Vorgaben zur Nutzung von Regenwasser im Baurecht könnten laut den Grünen künftig helfen, Wasser besser zu speichern.

Klimaatlas zeigt deutliche Verschärfung

Der Meteorologe Alexander Podesser warnt ebenfalls vor einer weiteren Zuspitzung der Situation. Österreich habe sich seit 1900 bereits um 3,1 Grad erwärmt – deutlich stärker als der globale Durchschnitt. Besonders betroffen seien der Süden und Osten der Steiermark. Graz erlebte heuer laut Podesser den trockensten Frühling seit Beginn der Messungen im Jahr 1837. Die Folgen seien bereits klar sichtbar:

  • längere Dürreperioden
  • häufigere Hitzewellen
  • steigende Waldbrandgefahr
  • zunehmender Druck auf Landwirtschaft und Wasserversorgung

Kritik übt Podesser daran, dass wichtige Erkenntnisse aus dem Klimaatlas aus seiner Sicht bislang nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Grüne machen Klimawandel zum Thema im Landtag

Klubobfrau Sandra Krautwaschl wird nicht müde, die notwendigen Anpassungen an die Auswirkungen der Erderhitzung in unserem Bundesland in aller Deutlichkeit anzusprechen. Das ist aus Sicht der Grünen aktuell umso notwendiger, entpuppt sich der FPÖ-Umweltlandesrat doch immer mehr als Klimawandelleugner

Zuletzt konfrontierten die Grünen die Landesregierung in der Mai-Landtagssitzung mit zahlreichen konkreten Fragen.

Die drei Dringlichen Anfragen beschäftigten sich mit:

Dabei ging es unter anderem um die Vorbereitung der Feuerwehren auf steigende Waldbrandgefahr, den Schutz der Wasserversorgung und Maßnahmen gegen den hohen Bodenverbrauch in der Steiermark.

Auch in der nächsten Landtagssitzung am 16. Juni werden die Grünen die Folgen der Klimakrise und notwendige Anpassungen erneut ansprechen. Diesmal dreht sich eine Dringliche Anfrage um Hitzeschutz.

Es geht um Lebensqualität und Sicherheit

Die zunehmende Hitze und Trockenheit betrifft längst nicht mehr nur einzelne Regionen oder die Landwirtschaft. Sie wirkt sich auf Trinkwasser, Sicherheit, Natur und Lebensqualität direkt vor der Haustür aus.

Für die Grünen steht deshalb fest: Die Steiermark braucht rasch wirksame Maßnahmen, damit Gemeinden, Einsatzkräfte und Landwirtschaft besser auf die Folgen der Klimakrise vorbereitet sind.