Asbest-Funde im Burgenland: Warum jetzt auch die Steiermark genau hinschauen muss
Asbestbelastetes Baumaterial an öffentlichen Orten sorgt derzeit im Burgenland für große Verunsicherung. Laboranalysen zeigen teils extrem hohe Asbestanteile – auch an sensiblen Orten wie Spielplätzen oder Wohnhäusern. Für die Grünen Steiermark ist klar: Diese Erkenntnisse dürfen nicht ignoriert werden. Jetzt braucht es auch hierzulande rasche und gründliche Prüfungen.
Alarmierende Funde mit Signalwirkung
Die Umweltorganisation Greenpeace hat im Burgenland an mehreren Standorten massiv asbestbelastetes Material nachgewiesen. Betroffen sind unter anderem:
- eine Klinik
- ein Skatepark
- private Wohnhäuser
Teilweise lagen die Asbestanteile bei über 50 Prozent.
Für Lambert Schönleitner, Kontrollsprecher der Grünen Steiermark, ist klar: Diese Ergebnisse müssen auch in der Steiermark Konsequenzen haben. „Was im Burgenland ans Licht gekommen ist, ist ein Asbestdesaster mit Ansage. Für die Steiermark heißt das: Wir brauchen auf schnellstem Weg eine strenge Prüfung aller Lagerstätten und Abbaugebiete.“
Wurde belastetes Material auch in der Steiermark verbaut?
Besonders dringend ist laut Schönleitner die Frage, ob Material aus betroffenen burgenländischen Steinbrüchen auch in der Steiermark verwendet wurde – etwa:
- im Hoch- und Tiefbau
- im Straßenbau
- als Streusplitt
- auf Spiel- und Freizeitflächen
„Niemand kann heute seriös ausschließen, dass solches Material auch bei uns verbaut wurde“, betont Schönleitner. Rasche Prüfungen seien daher keine Überreaktion, sondern ein notwendiger Schritt, um Klarheit zu schaffen und Vertrauen zu sichern.
Asbest-Problematik seit Jahren bekannt
Das Thema Asbest beschäftigt die Steiermark nicht erst seit Kurzem. Im Zuge der Diskussion rund um das geplante MINEX-Projekt in Zeltweg haben die Grünen immer wieder auf mögliche Risiken hingewiesen – insbesondere bei obersteirischen Steinbrüchen.
Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Steinbruch Preg im Murtal. Auch aus der Region selbst kamen über Jahre hinweg Warnungen, unter anderem von der Bürgerinitiative Lebenswertes Aichfeld. „Risiken wurden früh angesprochen. Umso wichtiger ist es jetzt, sie sorgfältig abzuklären“, so Schönleitner.
Gesundheit schützen – langfristig denken
Asbest gilt als hochgefährlich. Erkrankungen treten oft erst Jahrzehnte nach dem Kontakt auf. Für die Grünen steht daher fest: Jede mögliche Gesundheitsgefährdung muss ausgeschlossen werden.
Landesregierung rasch gefordert
Die Grünen sehen nun die steirische Landesregierung in der Verantwortung. Umwelt- und Gesundheitsressort sollen umgehend umfassende Untersuchungen einleiten. Ziel ist eine systematische Prüfung, wo es in der Steiermark mögliche Asbestbelastungen gibt – transparent, sorgfältig und zügig.
Sorgfalt und Klarheit sind aus Sicht der Grünen der einzige verantwortungsvolle Weg, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.
Weiterführende Informationen
Der vollständige Bericht von Greenpeace inklusive Factsheet und Laboranalysen ist hier zu finden.

