Windkraft für die Steiermark: Gute Pläne, jetzt zählt das Tempo
Die steirische Landesregierung hat ihre neue Energiestandortplanung vorgestellt. Sie legt fest, wo im Land künftig Windräder und Sonnenkraftwerke entstehen können. Die Grünen sehen darin einen Schritt in die richtige Richtung. Strom aus der eigenen Region macht die Steiermark unabhängiger von teuren Importen. Damit aus den Plänen echte Windräder werden, braucht es jetzt aber vor allem eines: Tempo.
Energiestandortplanung Steiermark: Ein Plan für mehr Windkraft
Am Donnerstag hat das Land die Energiestandortplanung präsentiert. Sie bestimmt, auf welchen Flächen künftig Windparks und Photovoltaikanlagen gebaut werden dürfen. Damit schafft sie die Grundlage für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie in der Steiermark.
Energiewende und Naturschutz gehören zusammen
Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf hat das Land nachgebessert und Einwände aus dem Naturschutz berücksichtigt. Für Krautwaschl ist das der richtige Weg: „Energiewende und Naturschutz gegeneinander auszuspielen, bringt uns keinen Schritt weiter. Gut, dass hier noch einmal genauer hingeschaut und nachgebessert wurde.“
Saubere Energie und intakte Natur sind zwei Seiten derselben Medaille. Beides schützt die Lebensgrundlagen, von denen die nächsten Generationen leben.
Windkraft-Ausbau bis 2030: Die Zeit wird knapp
So gut die Pläne sind: Sie müssen jetzt auch umgesetzt werden. Die Grünen haben schon häufiger auf den Stillstand beim Windkraft-Ausbau aufmerksam gemacht. Deshalb bleibt Krautwaschl wachsam: „Papier erzeugt noch keinen Strom. Bis 2030 bleibt nicht mehr viel Zeit. Nach dem Tempo der vergangenen Jahre verstehe ich alle Kritiker, die daran zweifeln, dass die Landesregierung ihre eigenen Pläne tatsächlich rasch genug auf den Boden bringt. Wir werden jedenfalls sehr genau darauf schauen, ob aus den heutigen Ankündigungen jetzt auch Projekte werden.“
Was jetzt noch fehlt: Speicher und Sonnenstrom
Damit die Energiewende in der Steiermark rund läuft, bringen die Grünen zwei weitere Bausteine ein:
- Eine Speicherstrategie: Wind und Sonne liefern nicht rund um die Uhr. Speicher sorgen dafür, dass der Strom dann da ist, wenn er gebraucht wird.
- Ein überarbeitetes Sachprogramm Solar: Auch beim Sonnenstrom steckt in der Steiermark noch viel ungenutztes Potenzial.
Beides ist aus Sicht der Grünen längst überfällig und der logische nächste Schritt nach der Energiestandortplanung.
Neue Töne von ÖVP und FPÖ
Bemerkenswert findet Krautwaschl auch, wie sich die Debatte verändert hat: „Wenn ÖVP-Politikerinnen plötzlich ihre Begeisterung für Energieunabhängigkeit entdecken und ein FPÖ-Landesrat positiv über Elektromobilität spricht, hat sich offenbar etwas bewegt. Das begrüßen wir ausdrücklich.“
Die Richtung stimmt. Jetzt entscheidet sich, ob die Steiermark ihre Chance nutzt: für sauberen Strom aus der Region, stabile Preise und eine Natur, die geschützt bleibt.

