Koralm-Aus vor Gericht: Warum die Steiermark jetzt eine Speicherstrategie braucht
Das Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralm wird es nicht geben. Nach jahrelangem Streit hat der Verwaltungsgerichtshof das Aus für das umstrittene Großprojekt endgültig bestätigt. Für den Naturschutz ist das eine gute Nachricht. Für die Grünen Steiermark zugleich ein Anlass, den Blick nach vorne zu richten. Denn eine Frage bleibt offen: Wie kommt die Steiermark zu ausreichend Energiespeichern, ohne dabei wertvolle Natur zu opfern?
Was beim Pumpspeicherkraftwerk Koralm passiert ist
Das geplante Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralm ist endgültig vom Tisch. Nach jahrelangem Streit hat der Verwaltungsgerichtshof das Aus für das umstrittene Großprojekt rechtskräftig bestätigt. Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen Steiermark, ist das Urteil vor allem eines: ein wichtiger Erfolg für den Naturschutz.
Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen Steiermark, ist damit vor allem eines klargeworden: „Dieses Urteil schafft endlich Klarheit. Gerade bei großen Eingriffen in die Natur braucht es von Anfang an sorgfältige, fachlich belastbare und naturverträgliche Planungen. Die Energiewende gelingt nicht mit schlecht vorbereiteten Großprojekten, sondern mit guten Lösungen am richtigen Ort.“
Die Grünen hatten längst einen Plan vorgelegt
Für Krautwaschl zeigt der jahrelange Streit um das Projekt zugleich, wie dringend die Steiermark eine echte Speicherstrategie braucht. Die Grünen haben dazu bereits mehrfach Vorstöße unternommen – bislang lehnte die Landesregierung das Ansinnen jedoch immer ab. Erst im Februar 2026 brachten Sandra Krautwaschl, Lambert Schönleitner und Veronika Nitsche einen Antrag für eine steirische Speicherstrategie im Landtag ein. Darin schlagen sie eine Herangehensweise vor, die
- den tatsächlichen Bedarf an Tages-, Wochen- und Monatsspeichern erhebt,
- alle Energiesektoren mitdenkt – von Batterie- über Wärme- bis zu Pumpspeichern,
- Wirtschaftlichkeit und heimische Wertschöpfung berücksichtigt,
- und Natur-, Klima- und Raumordnungsziele von Anfang an einbezieht.
FPÖ und ÖVP lehnten diesen Antrag im Landtag ab.
Ein Weckruf für die Landesregierung
Für Krautwaschl verbindet sich das Koralm-Urteil nun mit genau dieser Forderung nach einem klaren Plan: „Wir wollen gute Speicherprojekte voranbringen. Dafür braucht es endlich einen klaren Plan, damit Projekte dort umgesetzt werden, wo es für unsere Versorgung Sinn macht, wirtschaftlich tragfähig und naturverträglich ist. Die VwGH-Entscheidung sollte für die Landesregierung jetzt ein Weckruf sein.“

