Thermenbahn: Schönleitner erwartet sich Vereinbarung vor dem Sommer

Thermenbahn: Gespräche laufen – Schönleitner appelliert für Vereinbarung noch vor dem Sommer

Die Thermenbahn zwischen Hartberg und Fehring bleibt eines der drängendsten Verkehrsthemen in der Oststeiermark. In der Landtagssitzung im Juni gab es erstmals ein konkretes Signal: Bund, Land Steiermark und ÖBB arbeiten an einer gemeinsamen Absichtserklärung. Grünen-Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner begrüßt den Fortschritt und appelliert dafür, dass eine schriftliche Einigung noch vor dem Sommer gelingt.

Endlich Bewegung nach langer Unsicherheit

Lange war unklar, wie es mit der Thermenbahn weitergeht. Ein internes ÖBB-Dokument, das vergangenes Jahr für Aufregung gesorgt hatte, legte nahe, den Personenverkehr zwischen Hartberg und Fehring gänzlich einzustellen. Seitdem ist viel diskutiert worden, doch verbindliche Entscheidungen blieben aus. Das könnte sich nun ändern.

Verkehrslandesrätin Claudia Holzer bestätigte in der Juni-Sitzung des Landtags, dass die Gespräche zwischen dem Land Steiermark, dem Bund und den ÖBB intensiviert wurden. Derzeit wird an einer gemeinsamen Absichtserklärung gearbeitet – ein erster wichtiger Schritt in Richtung gesicherte Zukunft für die Strecke.

Was die Thermenbahn für die Region bedeutet

Für Lambert Schönleitner steht fest, warum dieses Ergebnis so wichtig ist: „Endlich kommt Bewegung in die Sache. Die Thermenbahn ist für die Region, für Pendler:innen, den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung. Jetzt braucht es rasch eine verbindliche Vereinbarung zwischen Bund, Land und ÖBB.“

Die Strecke verbindet täglich Hunderte Menschen, Schüler:innen, Pendler:innen, Tourist:innen. Sie ist mehr als ein Verkehrsmittel: Sie ist ein Stück Lebensqualität und wirtschaftliche Grundlage für den Südosten der Steiermark.

Grundlagen aus der letzten Legislaturperiode dürfen nicht verloren gehen

Schönleitner erinnert daran, dass die Vorarbeiten für eine Attraktivierung der Thermenbahn nicht bei null starten müssen. Unter dem damaligen Verkehrslandesrat Anton Lang und der ehemaligen Grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler wurden bereits konkrete Konzepte erarbeitet.

„Die Grundlagen für die Attraktivierung der Thermenbahn wurden bereits in der letzten Legislaturperiode erarbeitet. Ich wünsche mir noch vor dem Sommer eine schriftliche Vereinbarung, damit die notwendigen Investitionen und die Zukunft der Thermenbahn verbindlich abgesichert werden“, so Schönleitner.

Warum die Zeit jetzt drängt

Ein weiteres Zuwarten birgt Risiken. Die budgetären Spielräume auf Bundes- und Landesebene werden nicht größer im Gegenteil. Wer die Thermenbahn langfristig sichern will, muss jetzt handeln: mit klaren Verträgen, gesicherter Finanzierung und dem politischen Willen aller Beteiligten.