Hitze im Klassenzimmer: Grüne fragen nach Lösungen

Wenn die Klasse zur Sauna wird: Grüne wollen Hitzeschutz für Schulen

Schon im Frühsommer klettern die Temperaturen in vielen Klassenzimmern auf über 30 Grad. Für Schüler:innen und Lehrkräfte wird Unterricht dann zur echten Belastung – Konzentration und Gesundheit leiden. Die Grünen Steiermark bringen das Thema deshalb in den Landtag und fragen nach, wie das Land Gemeinden beim Hitzeschutz an Schulen unterstützt. Denn gutes Lernen braucht ein Klima, in dem man auch klar denken kann. 

Hitzestress im Klassenzimmer: Ein wachsendes Problem

Wer schon einmal an einem heißen Junitag in einem vollen Klassenzimmer gesessen ist, weiß: Ab einem bestimmten Punkt hilft auch die beste Motivation nichts mehr. Zahlreiche Schulen in der Steiermark berichten von Räumen, in denen die Temperatur auf 27 Grad und mehr steigt – teils über 30 Grad. Eine Befragung im Rahmen des Projekts „Climate Ready Schools“ zeigt deutlich, wie stark Hitze in Schulgebäuden den Schulalltag belastet.

Grüne bringen Thema in den Landtag

Die Grüne Bildungssprecherin Veronika Nitsche setzt sich dafür ein, dass das Land hier genauer hinschaut. In der Landtagssitzung am Dienstag stellt sie eine Anfrage an Bildungslandesrat Stefan Hermann: Wie unterstützt das Land Steiermark die Gemeinden dabei, Schulgebäude wirksam vor Hitze zu schützen?

„Kinder brauchen Klassenzimmer, in denen sie gut lernen können. Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme wegen überhitzter Klassen gehören nicht in den Stundenplan“, bringt es Nitsche auf den Punkt.

Gemeinden sollen nicht allein gelassen werden

Viele Schulgebäude sind auf die zunehmenden Hitzetage einfach nicht ausgelegt. Was oft fehlt:

  • Beschattung von Schulhöfen
  • kühlende Grünflächen statt versiegelter Flächen
  • Sanierungen, die Hitzeschutz von Anfang an mitdenken

Die Entscheidung darüber liegt aber meist nicht bei den Schulen selbst, sondern bei den Gemeinden als Schulerhalter, oder anderen Gebäudeeigentümern. Nitsche bringt hier alle Ebenen ins Spiel: „Die Gemeinden tragen als Schulerhalter Verantwortung, aber dürfen damit nicht allein gelassen werden. Bund, Land und Gemeinden sind hier gemeinsam gefragt, Lösungen im Sinne der Lehrer:innen und Schüler:innen zu erarbeiten.“

Schüler:innen melden sich zu Wort

Auch die Grüne Schüler:innenorganisation Verde mischt sich ein.

Co-Vorsitzende Sarah Beihammer bringt es so auf den Punkt: „Niemand lernt besser, nur weil der Klassenraum zur Sauna wird. Der menschliche Körper ist nicht dafür gemacht, bei Hitze weiter auf Hochtouren zu laufen.“

Gerade Jugendliche in einem sensiblen Entwicklungsstadium könnten unter solchen Bedingungen nicht konzentriert und motiviert bleiben, so Beihammer. Ihr Wunsch: Schulen mit passender Ausstattung oder angepassten Rahmenbedingungen für heiße Tage.

 

Die Befragung von Veronika Nitsche soll Klarheit bringen, welche Unterstützung Gemeinden beim Hitzeschutz an Schulen bereits erhalten – und wo noch nachgebessert werden muss. Wie die Antwort von Landesrat Hermann ausfällt, zeigt sich nach der Landtagssitzung am Dienstag. zukunftsteiermark.at bleibt dran und berichtet über die nächsten Schritte.