Thermenbahn: Finanzierungszusage Steiermark gefordert

Thermenbahn: Jetzt geht es um konkrete Entscheidungen

Die Zukunft der Thermenbahn in der Steiermark steht erneut im Fokus. Im Landtag wurde deutlich: Am Ziel, die Bahn zu sichern, gibt es breite Einigkeit. Doch ohne klare Finanzierungszusage bleibt das Projekt stehen. Für die Region und ihre Mobilität ist das eine entscheidende Phase.

Einigkeit beim Ziel – aber es fehlen Beschlüsse

In der Aktuellen Stunde zur Thermenbahn im steirischen Landtag (April-Sitzung) wurde eines klar: Der politische Wille, die Bahnstrecke zu erhalten, ist vorhanden. Doch laut dem Grünen Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner braucht es jetzt konkrete Schritte. „Der heutige Schulterschluss findet unsere volle Unterstützung. Aber irgendwann müssen halt auch Taten und Beschlüsse folgen“, so Schönleitner.

Die Debatte wurde durch veröffentlichte Stilllegungspläne neu angestoßen. Sie haben gezeigt, wie dringend Entscheidungen sind.

Finanzierung liegt längst am Tisch

Dabei gab es bereits konkrete Lösungen für die Thermenbahn in der Steiermark. Ein ausgearbeitetes Memorandum of Understanding der damaligen Verkehrsministerin Leonore Gewessler sah eine klare Finanzierung vor: 45 Millionen Euro über 10 Jahre.

„Wir waren schon wesentlich weiter als jetzt“, erinnert Schönleitner. Hätte die Landesregierung damals zugestimmt, wäre die Umsetzung bereits im Gange.

Landesregierung steht jetzt in der Verantwortung

Für die Grünen ist die Situation eindeutig: Die Vorschläge liegen vor, die Finanzierung ist skizziert – nun braucht es die Entscheidung der Steiermark. „Das Projekt ist umsetzbar. Jetzt braucht es die Zusage der Steiermark, ihren Anteil zu finanzieren“, betont Schönleitner.

Gerade für die Menschen in der Region ist die Thermenbahn mehr als nur Infrastruktur. Sie verbindet Gemeinden, erleichtert den Alltag und stärkt klimafreundliche Mobilität vor Ort.

Zeit drängt für die Region

Weitere Verzögerungen sieht Schönleitner kritisch. Denn ohne konkrete Beschlüsse bleibt die Zukunft der Strecke ungewiss. „Der schönste Schulterschluss bringt nichts, wenn am Ende nichts passiert.“

Noch vor dem Sommer soll die Landesregierung die notwendigen Schritte setzen und damit Planungssicherheit schaffen.