Renaturierungspreis 2026 holt Naturprojekte in der Steiermark vor den Vorhang
Viele Menschen in der Steiermark setzen bereits konkrete Schritte für mehr Natur und Artenvielfalt. Genau diese Initiativen werden jetzt sichtbar gemacht: Der Renaturierungspreis 2026 des Landtagsklubs der Grünen Steiermark zeichnet Projekte aus, die zeigen, wie Renaturierung vor Ort gelingt. Insgesamt 9.000 Euro Preisgeld stehen zur Verfügung. Gesucht sind Ideen, die unsere Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Renaturierung als Schlüssel für Lebensqualität
Wenn von Renaturierung die Rede ist, geht es um weit mehr als einzelne Projekte. Es geht um gesunde Böden, sauberes Wasser und lebenswerte Orte. „Wenn wir über Renaturierung reden, reden wir nicht über eine Kleinigkeit. Es geht um unser Wasser, unsere Böden, unsere Lebensqualität – darum, ob wir in der Steiermark auch in Zukunft gut leben können“, sagt Leonore Gewessler.
Sie erinnert daran, dass das europäische Renaturierungsgesetz nur durch die Zustimmung Österreichs zustande gekommen ist. Klare Ziele seien ein wichtiger Schritt – jetzt gehe es darum, sie auch umzusetzen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass große Infrastrukturprojekte oft weiter Boden versiegeln und Naturräume zerstören. Umso wichtiger seien Initiativen, die zeigen, wie es anders gehen kann.
Bühne für Engagement im ganzen Land
Der Renaturierungspreis des Landtagsklubs der Grünen Steiermark setzt genau hier an. Er rückt Menschen ins Rampenlicht, die aktiv an einer intakten Umwelt arbeiten – im Kleinen wie im Großen.
„Viele wollen ihre Umgebung mitgestalten. Sie holen Natur zurück – im Garten, in der Landwirtschaft oder gemeinsam im Verein“, sagt Sandra Krautwaschl.
Warum solche Initiativen jetzt besonders wichtig sind
Gerade jetzt brauche es positive Beispiele, die zeigen, was möglich ist. Während viele engagierte Menschen an Lösungen arbeiten, geraten Naturschutz und Artenvielfalt zunehmend unter Druck.
Umso bedeutender sei es, erfolgreiche Projekte sichtbar zu machen und zu stärken. Sie zeigen, dass Veränderung nicht nur notwendig ist – sondern längst passiert.
Ein tolles Beispielt: Ein Wald auf kleinem Raum
Wie Renaturierung konkret aussehen kann, zeigt ein Projekt aus dem ersten Durchgang: der „Tiny Forest“ in Graz. Auf einer kleinen Fläche entstand ein dichter Miniwald, der Lebensraum für viele Arten bietet und gleichzeitig für Abkühlung in der Stadt sorgt. „Wir wollten zeigen, dass auch kleine Flächen Großes bewirken können“, sagt Geschäftsführerin Ruth Jaroschka.
Der Tiny Forest steht exemplarisch für viele Ideen im Land: mehr Biodiversität, bessere Luft und mehr Lebensqualität direkt vor der Haustür.
Infos auf einen Blick
- Einreichen unter: renaturierungspreis.at
- Preisgeld: 9.000 Euro
- Kategorien: Garten | Land- und Forstwirtschaft | Vereine & NGOs
- Einreichschluss: 24. Mai 2026
- Teilnahme: ab 18 Jahren, Projektort Steiermark

