Renaturierungspreis

Steirischer Renaturierungspreis 2026

Zu sehen sind alle Preisträger:innen der Preisverleihung des steirischen Renaturierungspreises 2026 mit Klubobfrau Sandra Krautwaschl und Bundessprecherin Leonore Gewessler

Ein Gewinn für die Natur

Der vom Landtagsklub der Grünen zum zweiten Mal vergebene Renaturierungspreis ist erneut auf enormes Interesse gestoßen. Dutzende Einreichungen aus dem ganzen Bundesland beweisen das große Herz der Steirerinnen und Steirer für unsere Natur. 

Die Fachjury hat alle Projekte gesichtet und die Preisträger:innen in den drei Kategorien „Garten“, Land- und Forstwirtschaft“ und „Vereine und NGOs“ gekürt. Klubobfrau Sandra Krautwaschl vergab die Preise gemeinsam mit Bundessprecherin Leonore Gewessler.

„Wir waren überwältigt von den vielen kleinen und großen Renaturierungsprojekten. Herzlichen Dank für euer Engagement für unsere Umwelt und Natur. Ihr alle helft, der Natur wieder mehr Raum zu geben und unsere Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen zu erhalten.“
Sandra Krautwaschl
Klubobfrau

Preisträger:innen Garten

  • 1. Platz: Gabriele Seidl und Jürgen Teuschl für „Schön wild“ in Graz
  • 2. Platz: Hannes Marksteiner für „Natur wieder Raum geben“ in St. Margarethen an der Raab
  • 3. Platz: Veronika und Ferdinand Bauernhofer „Kochen beginnt im Garten“ in Riegersburg

Preisträger:innen Land- und Forstwirtschaft

  • 1. Platz: Peter Pircher und Daniela Vikoler vom Pircherhof in Pöllau
  • 2. Platz: Robert Zechner für das „Moos und Tümpel Platzerl“ in Thalheim
  • 3. Platz: Helga Luger-Schreiner für „AANAA“ in Fehring

Preisträger:innen Vereine und NGOs 

  • 1. Platz: Berg- und Naturwacht, Einsatzstelle Kumberg – St. Radegund für das Projekt „Blühende Rabnitz“
  • 2. Platz: Naturpark Spezialitäten Südsteiermark „Wiedehopf trifft Smaragdeidechse“ in Gamlitz
  • 3. Platz: ARGE Natur & Land und Berg- und Naturwacht Krakau für „Moartumpf Krakaudorf“
 

Das sind die Siegerprojekte

Die ersten Plätze gingen an renaturierte Grünflächen einer Wohnsiedlung in Graz-Gösting, an einen naturnah geführten Bauernhof in Pöllau und an die Renaturierung der Rabnitz. 

Für ihr Projekt „Schön wild“ betreuen Gabriele Seidl und Jürgen Teuschl einen Teil der Grünflächen einer Siedlung im Nordwesten von Graz mit Einverständnis der restlichen 17 Eigentümer naturnah, mähen ausschließlich mit Sense oder Sichel und achten auf möglichst geringe Eingriffe in die natürlichen Gegebenheiten. So fördern sie heimische Wildpflanzen und die natürliche Artenvielfalt und schaffen Lebensraum für Nützlinge. Außerdem animieren sie die Nachbarschaft und andere Menschen zum Nachahmen.

Der Pircherhof in Pöllau wurde von Peter Pircher und Daniela Vikoler von einer früher sehr intensiv bewirtschafteten Landwirtschaft in eine naturnahe Kreislaufwirtschaft verwandelt. Sie arbeiten biodynamisch, halten seltene Nutztierrassen und bringen ihre Produkte auf die Teller ihrer Feriengäste. Streuobstbäume, Naturhecken, Natursteinmauern, eine Magerwiese und ein renaturiertes Bachstück sowie ein Naturbadeteich bringen nicht nur die Natur zurück auf den Hof, sondern auch den Gästen die Bedeutung der Renaturierung für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen näher.

Im Rahmen des Projekts „Blühende Rabnitz“ der steirischen Berg- und Naturwacht Einsatzstelle Kumberg – St. Radegund entsteht entlang des Rabnitzbaches auf einer Länge von 1,5 Kilometern inmitten von intensiv genutztem Agrarland ein ökologischer Trittstein. Heimische Sträucher und Blühflächen bieten vielen Arten Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten, erschweren das Aufkommen von invasiven Neophyten (z.B. Staudenknöterich) und wirken als Puffer zwischen intensiv genutzter Kulturlandschaft und dem Bach.