Sanierungsförderungen sichern: Keine Lücke beim Klimaschutz

Wer saniert, darf nicht um Förderungen umfallen

In der Landtagssitzung im November wurde eine wichtige Frage gestellt: Können die aktuellen Klimaziele der Steiermark überhaupt erreicht werden? Aus Sicht der Grünen Steiermark gefährdet die Landesregierung dieses Ziel – vor allem durch den Stopp zentraler Sanierungsförderungen. Klubobfrau Sandra Krautwaschl warnt vor einer gefährlichen Lücke, die Menschen trifft, die bereits in klimafreundliche Maßnahmen investiert haben.

Klimaziele in weiter Ferne

Der aktuelle Monitoringbericht zeigt: Um die selbst gesetzten Klimaziele zu erreichen, müssten die Treibhausgase bis 2030 jedes Jahr um 5 Prozent sinken. Tatsächlich lag die durchschnittliche Reduktion in den vergangenen 18 Jahren bei lediglich 1,6 Prozent.
Für Krautwaschl ist klar: Die Steiermark müsste ihre Anstrengungen verdreifachen – doch stattdessen werden zentrale Instrumente geschwächt.

Sie verweist auf mehrere Entscheidungen der steirischen Landesregierung:

  • Förderstopp für klimafitte Gebäudesanierungen im März 2025
  • Keine Ersatzregelung bis heute
  • Kaum Fortschritt beim Ausbau der Windkraft
  • Klimafonds von 10 auf 3 Mio. Euro reduziert
  • Kein steirisches Klimaschutzgesetz
„Angesichts der derzeitigen Aktionen der Landesregierung ist völlig unklar, wie die Klimaziele erreicht werden sollen.“
Sandra Krautwaschl im Landhaushof vor einem Tor mit der Abbildung des steirischen Panthers.
Sandra Krautwaschl
Klubobfrau

Die Förderlücke trifft engagierte Menschen – und bremst die Energiewende

Besonders kritisch sieht Krautwaschl den Umgang mit Bürger:innen, die zwischen März und Oktober 2025 bereits saniert haben: „Es ist einfach nicht in Ordnung, dass diejenigen, die ihre Häuser und Wohnungen saniert haben, durch die Finger schauen.“

Viele Menschen haben klimafreundliche Investitionen getätigt, die gleichzeitig der regionalen Wirtschaft Impulse geben. Eine funktionierende Förderlandschaft ist daher nicht nur Klimaschutz, sondern auch Standortpolitik.

Die Grünen setzen sich deshalb dafür ein, dass:

  • Sanierungsförderungen sofort wieder aufgenommen werden,
  • die Lücke rückwirkend geschlossen wird,
  • und Menschen, die bereits investiert haben, nicht schlechtergestellt werden.

Antrag abgelehnt – doch der Handlungsbedarf bleibt

Der grüne Antrag Keine Förderlücke im Klimaschutz: Gebäudesanierungen zwischen Förderstopp und Neustart 2026 absichern! wurde jedoch von FPÖ und ÖVP abgelehnt.
Damit bleibt die zentrale Frage offen: Wie sollen Klimaziele erreicht werden, wenn jene, die aktiv mithelfen wollen, im Stich gelassen werden?

Die Grünen zeigen auf, dass klar geregelte und verlässliche Fördermodelle ein Kernstück jedes erfolgreichen Klimaschutzpfads sind. Ohne sie fehlen Anreize, Planungssicherheit und Rückenwind für klimafreundliche Investitionen.

Die Grünen Steiermark werden weiterhin darauf drängen, dass Klimaschutzmaßnahmen verlässlich ausgestaltet werden – und dass Menschen, die zu einer klimafitten Steiermark beitragen wollen, dabei unterstützt statt ausgebremst werden. Denn nur mit klaren Regeln, stabilen Förderungen und einem ehrlichen Blick auf die Klimaziele kann die Steiermark ihre Zukunft aktiv gestalten.