Tempo 30 Donnersdorf: Nach welchen Kriterien wurde geprüft?

Tempo 30 in Donnersdorf: Ein Anliegen, das eine Antwort verdient

Eltern mit Kinderwagen, Kinder auf dem Rad, ältere Menschen auf dem Weg zum Nachbarn: In Donnersdorf teilen sich viele eine schmale Straße mit dem Autoverkehr. Deshalb haben Bewohner:innen Anfang 2025 Tempo 30 angeregt. Nun heißt es, die Prüfung sei negativ ausgefallen. Wie die Gemeinde Halbenrain zu dieser Entscheidung gekommen ist, weiß aber bis heute niemand.

Tempo 30 in Donnersdorf: Warten auf Klarheit

Seit Anfang 2025 warten die Menschen im Halbenrainer Ortsteil Donnersdorf auf eine Antwort. Sie hatten eine Tempo-30-Beschränkung beantragt. Ihr Ziel war einfach: mehr Sicherheit vor der eigenen Haustür.

Im Juli 2025 fragte Grünen-Gemeinderätin Andrea Hasenhüttl-Posch im Gemeinderat nach dem Stand der Dinge. ÖVP-Bürgermeister Raphael Scheucher erklärte damals, man hole noch notwendige Auswertungen ein. Weitere Informationen sollten folgen.

Prüfung negativ, aber ohne schriftliche Begründung

Über ein Jahr später, in der Gemeinderatssitzung im September 2026, kam auf neuerliche Nachfrage die Antwort: Die Prüfung sei negativ ausgefallen. Einen schriftlichen Prüfbericht gibt es laut Bürgermeister nicht, ebenso wenig eine Dokumentation der Gemeinde. Die Angelegenheit sei mündlich erledigt worden.

Für die Bewohner:innen bleiben damit zentrale Fragen offen:

  • Welche Kriterien wurden bei der Prüfung angelegt?
  • Welche Auswertungen lagen der Entscheidung zugrunde?
  • Wer hat die Prüfung durchgeführt?

Schmale Straße, wenig Platz, das Ziel: mehr Verkehrssicherheit für alle

Andrea Hasenhüttl-Posch kennt die Situation aus eigener Erfahrung. In Donnersdorf sind viele Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs, darunter Familien mit Kindern und ältere Menschen. Auf der schmalen Straße bleibt zwischen ihnen und den Autos oft nur wenig Platz.

„Ich erlebe die Situation hier jeden Tag. Die Menschen hier wünschen sich mehr Sicherheit und haben deshalb eine Geschwindigkeitsreduktion angeregt. Dieses Anliegen verdient eine ernsthafte und nachvollziehbare Prüfung“, sagt Hasenhüttl-Posch.

Transparenz in der Gemeinde: Entscheidungen nachvollziehbar machen

Den Grünen Halbenrain geht es um eine faire Behandlung des Anliegens. Sie setzen sich dafür ein, dass die Gemeinde ihre Entscheidungsgrundlagen offenlegt. Die Bewohner:innen sollen erfahren, nach welchen Kriterien die beantragte Tempo-30-Beschränkung geprüft wurde.

„Das Mindeste ist, den Betroffenen zu erklären, wie die Gemeinde zu ihrer Entscheidung gekommen ist. Sonst bleibt der Eindruck, dass ein berechtigtes Anliegen nicht wirklich ernst genommen wurde“, so Hasenhüttl-Posch.