Standortpartnerschaft Steiermark: Kritik an fehlender Umsetzung

Standortpartnerschaft: Viele Ideen, aber zu wenig Umsetzung

Die steirische Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. In der Landtagsdebatte im März zur Standortpartnerschaft wurde genau darüber gesprochen. Für die Grünen bleibt jedoch ein zentraler Punkt offen: Es fehlt an konkreten Schritten. Warum das für Arbeitsplätze und Zukunftschancen entscheidend ist.

Standortpartnerschaft: Viel Papier, wenig konkrete Schritte

Die Standortpartnerschaft soll Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen in der Steiermark liefern. Doch für den Grünen Wirtschaftssprecher Lambert Schönleitner bleibt sie zu vage. „Auf den ersten Blick wirkt das Papier wie ein ernsthafter Versuch, die großen Herausforderungen anzugehen. Schaut man genauer hin, bleibt eine Ansammlung plakativer Sätze ohne Substanz“, sagt Schönleitner.

Sein zentraler Kritikpunkt: „Wir haben nicht zu wenig Konzepte – wir haben zu wenig Umsetzung.“

Wirtschaft in der Steiermark unter Druck

Die Ausgangslage ist angespannt:

  • steigende Leerstände
  • zunehmende Insolvenzen
  • stockender Ausbau von Netzinfrastruktur
  • tiefgreifender Wandel in der Automobilindustrie

Gerade als starkes Industrieland steht die Steiermark vor einem Umbruch. Der Wechsel zu neuen Technologien und klimafreundlicher Energie entscheidet zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.

„Die letzten Jahre haben die Landesregierungen den Umstieg auf neue Technologien verschlafen. Jetzt geht es darum, Arbeitsplätze zu sichern und neue Chancen zu nutzen“, so Schönleitner.

Energie und Industrie im Wandel

Ein Schlüsselthema ist der Ausbau erneuerbarer Energie – etwa der Windkraft. Hier gehe es derzeit zu langsam voran. Gleichzeitig stehen traditionelle Industriezweige vor globalen Veränderungen. Schönleitner verweist auf internationale Entwicklungen und warnt vor Stillstand: Wer notwendige Transformationen hinauszögert, riskiert langfristig wirtschaftliche Nachteile.
Der Ausbau unabhängiger Energiequellen und Investitionen in neue Technologien seien daher entscheidend für eine stabile wirtschaftliche Zukunft.

Mehr Klarheit und Dialog gefordert

Neben konkreten Maßnahmen sieht Schönleitner auch die politische Kommunikation als entscheidend: „Geht raus zu den Menschen, redet mit ihnen. Erklärt, warum wir unabhängige Energie brauchen. Erklärt, warum neue Technologien entscheidend sind.“

Nur so könne Unsicherheit abgebaut werden – ein wichtiger Faktor für Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung.