Sportstätten Finanzierung Steiermark: Klarer Plan gefordert

Sportstätten in der Steiermark: Warum Gemeinden jetzt Planungssicherheit brauchen

Die Finanzierung von Sportstätten in der Steiermark wird zunehmend zur Herausforderung für Gemeinden. Steigende Kosten und fehlende langfristige Strategien bringen viele Anlagen an ihre Grenzen. Nach dem jüngsten Eishallen-Gipfel wird klar: Das Problem ist längst erkannt – konkrete Lösungen stehen noch aus. Die Grünen sehen jetzt das Land in der Verantwortung, für nachhaltige Rahmenbedingungen zu sorgen.

Sportstätten unter Druck: Gemeinden stoßen an ihre Grenzen

„Die Probleme sind seit Jahren bekannt – was fehlt, ist eine verlässliche Finanzierung“, sagt Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen im Landtag. Viele Gemeinden kämpfen aktuell mit:

  • steigenden Energie- und Betriebskosten
  • notwendigem Sanierungsbedarf
  • sinkenden finanziellen Spielräumen

Gleichzeitig erfüllen Eishallen, Hallenbäder und größere Sportanlagen eine wichtige Funktion – oft weit über die eigene Gemeinde hinaus. Sie sind Treffpunkte, fördern Bewegung und stärken die Lebensqualität in ganzen Regionen.

Überregionale Aufgaben brauchen faire Finanzierung

Ein zentrales Problem: Die Finanzierung liegt derzeit meist bei einzelnen Gemeinden, obwohl viele Anlagen überregional genutzt werden. Krautwaschl bringt es auf den Punkt: „Überregionale Aufgaben brauchen auch eine überregionale Finanzierung. Sonst werden diese Einrichtungen Schritt für Schritt unfinanzierbar.“

Die bisherigen Instrumente – etwa Bedarfszuweisungen – reichen laut den Grünen nicht aus, um langfristige Stabilität zu sichern.

Konkreter Vorschlag im Landtag

Um die Situation zu verbessern, haben die Grünen einen Antrag im Landtag eingebracht. Dieser sieht vor:

  • den flächendeckenden Erhalt von Sportstätten abzusichern
  • Gemeinden gezielt zu unterstützen
  • Sportinfrastruktur stärker aus dem Sportbudget zu finanzieren

Den vollständigen Antrag gibt es hier.
Die Debatte dazu findet in der Landtagssitzung am 28. April statt.

Kritik an fehlender Strategie und geplanten Kürzungen

Besonders kritisch sehen die Grünen, dass laut bisherigen Aussagen des Landes Sportinfrastruktur nicht aus dem Sportbudget finanziert wird. „Eine Strategie ohne Geld ist nichts wert“, so Krautwaschl.
Zusätzlich sorgt die geplante Abschaffung der Kultur- und Sportförderungsabgabe für Diskussionen. Diese Mittel tragen bisher wesentlich zur Finanzierung von Sportanlagen bei.

Aus Sicht der Grünen entsteht dadurch ein Widerspruch:
Während Gemeinden Unterstützung brauchen, könnten gleichzeitig wichtige Einnahmen wegfallen.

Vom Reden ins Handeln kommen

Der Eishallen-Gipfel hat gezeigt, dass das Problem erkannt ist – über Parteigrenzen hinweg. Jetzt geht es darum, konkrete Schritte zu setzen.
Für die Gemeinden steht viel auf dem Spiel: funktionierende Sportstätten, leistbare Infrastruktur und Orte der Begegnung.