Schulassistenz in der Steiermark: Warum Kinder jetzt Unterstützung brauchen
Viele Kinder in der Steiermark starten jeden Schultag ohne jene Unterstützung, die sie dringend brauchen. Zwar erkennt die Landesregierung nun zusätzlichen Handlungsbedarf bei der Schulassistenz an, doch im Schulalltag kommt davon bislang zu wenig an. Die Grünen machen aufmerksam darauf, dass Ankündigungen allein nicht reichen – entscheidend ist, dass Hilfe rasch und verlässlich bei den Kindern ankommt.
Wenn Schulassistenz fehlt, geraten Familien und Schulen unter Druck
Nach der jüngsten Pressekonferenz von Bildungslandesrat Stefan Hermann zeigt sich: Das Problem der Schulassistenz ist angekommen – zumindest auf politischer Ebene. Für viele Familien, Pädagog:innen und Schulassistent:innen ändert sich dadurch jedoch vorerst wenig.
Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen im Landtag, begleitet das Thema seit Schulbeginn intensiv. Sie schildert die Lage aus zahlreichen Rückmeldungen direkt aus den Schulen.
Dass nun zusätzliche Mittel und Anpassungen angekündigt wurden, sei ein erstes Signal. Entscheidend sei aber, dass diese Unterstützung rasch und tatsächlich in den Klassenzimmern ankommt. Die Grünen Steiermark haben bereits konkrete Lösungsvorschläge eingebracht, wie Schulassistenz verlässlich organisiert werden kann. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.
Finanzierung ungeklärt – Leidtragende sind die Kinder
Auch auf Bundesebene besteht weiterhin Unsicherheit. Bildungssprecherin Sigi Maurer erinnert daran, dass die Finanzierung der Schulassistenz längst im Regierungsprogramm angekündigt wurde – bislang jedoch ohne ausreichende Umsetzung. „Drauf zahlen Kinder, die stabile Unterstützung brauchen, Eltern, die täglich organisieren und auffangen, und alle, die in den Schulen arbeiten.“
Zwar haben sich die Länder – auch die Steiermark – im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz klar dafür ausgesprochen, die Finanzierung rasch zu klären. Gleichzeitig braucht es aber konkrete Hilfe im laufenden Schuljahr. Warum Schulassistenz ein zentraler Baustein für inklusive Bildung ist und was das für Kinder mit Unterstützungsbedarf bedeutet, liest du hier.
Handlungsspielraum wäre da gewesen
Aus Sicht der Grünen hätte es bereits früher Möglichkeiten gegeben, die Situation zu entschärfen. Krautwaschl betont, dass punktuelle Sofortmaßnahmen keine langfristige Lösung ersetzen: „Im bestehenden Gesetz hätte es immer Möglichkeiten gegeben, die Situation zu entschärfen.“
Dass Kinder und Pädagog:innen nun über Monate hinweg ohne ausreichende Unterstützung auskommen mussten, sei eine verpasste Chance – mit spürbaren Folgen im Schulalltag. Wie sich diese Lücken konkret im steirischen Schulsystem zeigen, haben die Grünen bereits ausführlich aufgezeigt.
Bildung braucht Verlässlichkeit – jetzt, nicht später
Für die Grünen ist klar: Schulassistenz ist keine Zusatzleistung, sondern eine Voraussetzung für faire Bildungschancen. Kinder, die Unterstützung brauchen, haben ein Recht darauf – heute und nicht irgendwann.
Sie werden sich daher weiterhin auf Landes- und Bundesebene dafür einsetzen, dass aus politischen Ankündigungen endlich spürbare Verbesserungen im Alltag der Schulen werden.

