Schüler:innen-Transport: Warum viele Familien weiter im Ungewissen bleiben
Wenn der Weg zur Schule plötzlich zur täglichen Herausforderung wird, betrifft das ganze Familien. Genau das erleben derzeit viele Eltern und Kinder in der Steiermark. Nach einer Initiative der Grünen zum Schüler:innen-Transport liegt nun die Antwort der Landesregierung vor – doch sie lässt zentrale Fragen offen. Besonders in Gemeinden wie Kirchberg an der Raab bleibt die Verunsicherung groß.
Probleme zu Schulbeginn: Was passiert ist
Zu Beginn des Schuljahres kam es in mehreren steirischen Gemeinden zu massiven Schwierigkeiten beim Schüler:innen-Transport. Hintergrund ist die Einstellung des bisherigen Schülergelegenheitsverkehrs. Betroffen waren unter anderem rund 80 Kinder in Kirchberg an der Raab.
Die Folgen im Alltag:
- verpasste Anschlüsse und verspätete Ankunft in der Schule
- mehr Elterntaxis und dadurch gefährliche Situationen vor Schulen
- zusätzliche Belastung für Familien und Gemeinden
Die Grünen haben darauf reagiert und auf Gemeinde- wie Landesebene Lösungen angestoßen, um veraltete Regelungen zu modernisieren.
Landesregierung verweist auf Zuständigkeiten
In ihrer Stellungnahme bleibt die FPÖ-ÖVP-Landesregierung jedoch vage. Statt konkreter Maßnahmen wird auf Arbeitsgruppen, Konferenzen und komplexe Zuständigkeiten verwiesen.
Lambert Schönleitner, Mobilitätssprecher der Grünen im Landtag, bringt es so auf den Punkt: „Die Stellungnahme erklärt ausführlich, wie kompliziert alles ist. Fakt ist: Es gibt ein Problem – und es trifft Kinder wie Eltern im Alltag.“
Für Schönleitner ist klar: Jetzt braucht es aktives Handeln, damit sich die Situation rasch verbessert.
Kirchberg an der Raab: Lösungen vor Ort gesucht
Auch in Kirchberg an der Raab ist der Handlungsdruck hoch. Grünen-Gemeinderätin Katja Maurer bestätigt, dass die Abläufe derzeit für viele Familien nicht zufriedenstellend sind. Gemeinsam mit dem örtlichen Elternverein wurde eine Taskforce eingerichtet. Ziel ist es, parteiübergreifend und gemeinsam mit der Gemeinde eine tragfähige Lösung zu finden.
Maurer bringt den Kern des Problems auf den Punkt: „Es geht darum, dass Kinder sicher zur Schule kommen – und Eltern ihren Alltag wieder verlässlich planen können.“
Damit Kinder sicher zur Schule kommen
Mit ihrem Antrag wollen die Grünen erreichen, dass es für betroffene Gemeinden rasch praktikable Lösungen gibt – und dass die Regeln für den Schüler:innen-Transport an die Realität angepasst werden. Im Zentrum stehen dabei drei Punkte:
- sichere und altersgerechte Schulwege für Kinder und Jugendliche
- realistische Zumutbarkeitsgrenzen, die sich an Alltag und Gefahrenlagen orientieren
- Übergangslösungen, damit Gemeinden nicht allein gelassen werden, wenn bestehende Angebote wegfallen
>> Zum Antrag der Grünen im Landtag „Sichere Schüler:innen-Transporte in der Steiermark“
>> Zur Stellungnahme der Landesregierung
Das Thema wird aktuell auch im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur des Landtags behandelt.
Der Schüler:innen-Transport ist kein Randthema – er entscheidet über Sicherheit, Chancengleichheit und Lebensqualität im Alltag. Die Grünen bleiben dran, damit Familien in der Steiermark rasch spürbare Verbesserungen erleben. Denn ein sicherer Schulweg sollte selbstverständlich sein – unabhängig vom Wohnort.

