Inklusive Bildung Steiermark: Grüne drängen auf Verbesserungen

Inklusive Bildung: Warum viele Kinder in der Steiermark weiter warten

Kinder mit Behinderungen stoßen im Schulalltag oft auf Hürden. In der Steiermark fehlen weiterhin ausreichende Unterstützung und klare Lösungen. Ein neuer Vorstoß der Grünen im Landtag sollte Verbesserungen bringen – wurde jedoch abgelehnt. Für betroffene Familien bleibt die Situation angespannt.

Inklusive Bildung in der Steiermark bleibt Baustelle

Das Recht auf Bildung gilt für alle Kinder – doch in der Praxis zeigt sich, dass dieses Ziel noch nicht erreicht ist. Im Landtag wurde erneut über konkrete Verbesserungen für Kinder mit Behinderungen diskutiert.

Die Grünen haben dazu einen Antrag eingebracht, der zentrale Probleme im Bildungssystem adressiert. >> zum Antrag

Trotz des erneuten Anlaufs wurde der Vorschlag von FPÖ und ÖVP abgelehnt

Zu wenig Unterstützung im Unterricht

Ein zentraler Punkt ist der sonderpädagogische Förderbedarf. Der aktuelle Schlüssel liegt seit Jahrzehnten bei 2,7 Prozent – aus Sicht der Grünen deutlich zu niedrig. „Um einen geordneten Unterricht zu ermöglichen, ist eine Anhebung auf zumindest 4,5 Prozent notwendig“, erklärt Klubobfrau Sandra Krautwaschl.

Ein höherer Schlüssel würde folgendes bedeuten:

  • mehr Ressourcen für Schulen
  • bessere Betreuung für Kinder mit Behinderungen
  • Entlastung für Lehrkräfte

Schulassistenz weiterhin ungelöst

Auch bei der Schulassistenz zeigt sich ein ähnliches Bild. Trotz vieler Diskussionen stehen noch immer Kinder ohne ausreichende Unterstützung im Schulalltag da. Sandra Krautwaschl betont: „Immer und immer wieder haben wir darüber diskutiert, trotzdem stehen auch nach Monaten Kinder weiterhin ohne ausreichend Assistenz da.“

Für die Grünen ist klar: Es braucht ein gemeinsames Vorgehen aller politischen Ebenen, um diese Lücken zu schließen und echte Chancengleichheit zu schaffen.

Blick in andere Bundesländer zeigt: Lösungen sind möglich

Dass es auch anders geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Oberösterreich. Dort wurde ein Beschluss zur Sicherstellung inklusiver Bildung einstimmig gefasst. In der Steiermark hingegen fand der aktuelle Antrag keine Mehrheit. Dennoch bleibt das Thema präsent – nicht zuletzt, weil es den Alltag vieler Familien direkt betrifft.