Gynäkologische Versorgung: Grüner Einsatz bringt Bewegung

Gynäkologische Versorgung in der Steiermark: Grüner Einsatz bringt Bewegung

Lange Wartezeiten, weite Wege und fehlende Kassenärzt:innen machen den Zugang zur gynäkologischen Versorgung für viele Frauen in der Steiermark schwierig. Die Grünen haben diese Sorgen aus den Regionen aufgegriffen und im Landtag sichtbar gemacht. Mit parlamentarischem Druck und konkreten Vorschlägen haben sie Bewegung in eine lange festgefahrene Situation gebracht.

Versorgungslücken betreffen den Alltag vieler Frauen

Besonders in der Ost- und Obersteiermark war die Lage zuletzt angespannt. Unbesetzte Kassenstellen führten dazu, dass manche Ordinationen keine neuen Patientinnen mehr aufnehmen konnten. Vorsorgeuntersuchungen, Schwangerschaftsbegleitung oder Beratung wurden für viele Frauen zu einer Frage von Zeit, Mobilität und Durchhaltevermögen.

Die Grünen sammelten diese Rückmeldungen aus den Regionen und brachten sie als Antrag in den Landtag ein.

„Viele Frauen haben uns gesagt: Ich finde niemanden, der mich übernimmt. Solche Erfahrungen darf man nicht wegwischen.“
Sandra Krautwaschl im Landhaushof vor einem Tor mit der Abbildung des steirischen Panthers.
Sandra Krautwaschl
Klubobfrau

Konkrete Vorschläge aus der Opposition

Im Zentrum der grünen Initiative standen umsetzbare Maßnahmen, die Versorgungslücken schließen und Frauen rasch entlasten sollen:

  • eine landesweite Erhebung der tatsächlichen Versorgungslage,
  • gezielte Anreize für Kassenstellen in unterversorgten Regionen,
  • der Ausbau gynäkologischer Angebote in Primärversorgungszentren,
  • sowie ambulante gynäkologische Sprechstunden an Krankenhäusern als zeitlich begrenzte Übergangslösung.

Ziel ist eine wohnortnahe, verlässliche Versorgung – auch für Frauen mit eingeschränkter Mobilität oder Betreuungspflichten.

Land reagiert

Zwischenzeitlich hat das Land erste Schritte zur Absicherung der gynäkologischen Grundversorgung gesetzt, etwa durch neue Grundversorgungsangebote an Krankenhausstandorten. Weitere Maßnahmen, wie zusätzliche Anreize für Kassenstellen in unterversorgten Regionen, sind angekündigt. Mit dem grünen Vorstoß ist das Thema stärker in den politischen Fokus gerückt; weitere Schritte sind angekündigt. „Jetzt zählt, dass die Maßnahmen greifen und dauerhaft absichern“, betont Krautwaschl. „Entscheidend ist, dass Frauen rasch und verlässlich Hilfe bekommen – und dass aus Ankündigungen dauerhaft tragfähige Lösungen werden.“

Frauengesundheit ist Lebensqualität

Für die Grünen ist klar: Gynäkologische Versorgung ist keine Randfrage. Vorsorge, Begleitung und Beratung müssen unabhängig vom Wohnort erreichbar sein. Die Grünen werden weiter genau hinschauen, ob aus den Ankündigungen auch langfristige Strukturen entstehen, die Versorgungslücken nachhaltig schließen.