Viertes Gutachten im FPÖ-Finanzskandal: Politische Verantwortung rückt in den Fokus
Im FPÖ-Finanzskandal sorgt ein weiteres Gutachten für neue Brisanz. Die Analyse spricht von schwerwiegenden Versäumnissen bei internen Kontrollen. Für die Grünen in der Steiermark geht es nun nicht nur um strafrechtliche Fragen, sondern um politische Verantwortung und transparente Aufklärung. Das Vertrauen in saubere Politik steht auf dem Spiel.
Viertes Gutachten verschärft die Lage
Das heute veröffentlichte vierte Gutachten im Grazer FPÖ-Finanzskandal zeichnet ein deutliches Bild: Interne Kontrollmechanismen haben offenbar nicht funktioniert. Für Kontrollsprecher Lambert Schönleitner ist das ein Alarmsignal:
„Regelmäßige Barbehebungen sind ein Alarmsignal für strukturelle Korruption und persönliche Bereicherung. Wie kann ein Parteichef so etwas zulassen? Wo waren die internen Kontrollmechanismen? Wie kann es sein, dass solche Geldbewegungen innerhalb der zuständigen Landespartei nicht auffallen?“
Damit rückt aus Sicht der Grünen die politische Ebene stärker in den Vordergrund.
Politische Verantwortung klären
Schönleitner betont klar die Trennung zwischen Justiz und Politik:
„Die strafrechtliche Bewertung obliegt der unabhängigen Justiz. Aber politisch ist die blaue Landespartei in der Verantwortung, dieses offenkundige Kontrollversagen im eigenen Haus vollständig aufzuklären.“
Für die Grünen ist klar: Wer öffentliche Verantwortung trägt, muss auch höchste Maßstäbe bei Transparenz und Kontrolle anlegen. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, ist ein sorgfältiger Umgang mit Parteigeldern eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit.
Vertrauen braucht Transparenz
„Die ‚Kassagreifer-Qualitäten‘ der FPÖ gehören restlos ans Licht und dürfen nicht hinter einer brüchigen Fassade des Anstands verschwinden“, so Schönleitner.
Für die Grünen steht dabei ein zentrales Prinzip im Mittelpunkt: Saubere Politik ist die Grundlage für Vertrauen. Nur wenn Missstände offen aufgeklärt werden, kann politisches Vertrauen wieder gestärkt werden. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob die FPÖ-Landespartei bereit ist, vollständige Transparenz herzustellen – oder ob weitere Fragen offenbleiben.

