Eishalle Frohnleiten: Sauberer Entscheidungsprozess statt Ultimatum

Eishallen-Gipfel in Frohnleiten: Grüne drängen auf sauberen Prozess „ohne Ultimatum“

Der gestrige Gipfel zur Zukunft der Eishalle Frohnleiten hat erstmals wichtige Informationen auf den Tisch gebracht. Für die Grünen bestätigt sich dabei vor allem eines: Eine verantwortungsvolle Entscheidung braucht Transparenz, verlässliche Grundlagen und ausreichend Zeit – statt eines Verfahrens unter unnötigem Zeitdruck.

„Es war richtig, dass der Bürgermeister alle an einen Tisch geholt und sich für die kommunikative Unklarheit der letzten Wochen entschuldigt hat. Jetzt liegen erstmals Zahlen vor – und die zeigen, wie groß die Herausforderung wirklich ist“, sagt Grünen-Gemeinderat Alexander Fleck.

Finanzierungsfrage erfordert gemeinsame Lösung

Die vorgestellten Kosten – von hohen laufenden Abgängen über notwendige Investitionen bis hin zu Millionenbeträgen für eine mögliche neue Halle – machen deutlich, warum die Entscheidung gut vorbereitet sein muss. „Frohnleiten kann diese Last nicht alleine tragen. Hier braucht es eine gemeinsame Lösung mit Land und Region“, so Fleck.

Kein sachlicher Grund für Eile

Unklar bleibt weiterhin, warum auf eine Entscheidung bis 11. Dezember gedrängt wird. Aus Sicht der Grünen gibt es keinen sachlichen Grund für Eile. „Das Ultimatum ist fachlich nicht erklärt worden. Aus Erfahrung weiß ich: Eine tragfähige Lösung entsteht nicht unter Zeitdruck, sondern durch saubere Planung und Einbindung der Betroffenen“, betont Fleck.

Sorgfältige Entscheidung statt voreiligen Beschlüssen

Gerade deshalb haben die Grünen im Gipfel vorgeschlagen, die laufenden Gespräche mit Investor und Land zügig fortzusetzen, die Entscheidung im Gemeinderat aber erst zu treffen, wenn diese Gespräche abgeschlossen sind. Die Zwischenkosten einer späteren Freigabe für den Ballsport betragen lediglich rund 2.600 Euro pro Monat – „ein überschaubarer Betrag im Verhältnis zur Tragweite der Entscheidung“, so Fleck.

Breite Nutzung im Blick behalten

Weiterhin offen ist auch die Frage, warum der bestehende Standort nicht als Übergangslösung 2026/27 geprüft wird – besonders vor dem Hintergrund, dass eine Unterbrechung für Nachwuchs- und Vereinssport schwerwiegende Folgen haben könnte. Zudem beharrt Fleck darauf, auch jene im weiteren Prozess zu berücksichtigen, die keine starke Lobby haben: „Publikumsläufer:innen, Schulen und viele Familien brauchen diesen Ort – und das kam gestern kaum vor“, so Fleck.

Die Grünen werden den Prozess weiter konstruktiv begleiten. Fleck abschließend: „Wir stehen zu jeder Lösung, die sportlich, finanziell und ökologisch Sinn macht. Aber wir stehen nicht zu Schnellschlüssen. Frohnleiten braucht eine Entscheidung, die auch in zehn Jahren hält – und alle Betroffenen einbezieht.“