Asbest Steiermark: Schönleitner drängt auf Transparenz

Asbest in der Steiermark: Wie viel wissen wir wirklich?

Neue Recherchen zur Asbest-Causa bringen Bewegung in ein Thema, das viele Menschen in der Steiermark betrifft. Es geht um mögliche Gesundheitsrisiken, fehlende Transparenz und offene Fragen zu vergangenen Entscheidungen. Grünen-Kontrollsprecher Lambert Schönleitner sieht nun dringenden Handlungsbedarf. Er will Klarheit darüber, wie mit asbesthaltigem Material umgegangen wurde – und wird.

Neue Hinweise erhöhen den Druck

Recherchen der Wochenzeitung „Falter“ sowie aktuelle Analysen von Greenpeace haben die Asbest-Causa erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Für viele Menschen stellt sich damit eine zentrale Frage: Wurde in der Steiermark ausreichend geprüft und rechtzeitig gehandelt?

„Die neuen Recherchen erhöhen den Druck auf die Steiermark. Jetzt braucht es Transparenz über das bisherige Vorgehen der Landesregierung und die weiteren Pläne“, sagt Kontrollsprecher Lambert Schönleitner.

Während in anderen Regionen bereits Maßnahmen gesetzt wurden, fehlt aus seiner Sicht in der Steiermark noch immer ein klarer Überblick.

Offene Fragen zu Prüfungen und Lieferketten

Im Zentrum steht die Forderung nach nachvollziehbaren Informationen. Schönleitner möchte wissen:

  • Wie sieht das aktuelle Asbestmanagement in der Steiermark aus?
  • Welche Prüfungen wurden bisher durchgeführt?
  • Wohin wurden Materialien aus betroffenen Steinbrüchen geliefert?

Diese Daten sind entscheidend, um mögliche Risiken für Mensch und Umwelt einschätzen zu können. Betreiber sind verpflichtet, entsprechende Informationen an Behörden weiterzugeben – nun geht es darum, diese auch öffentlich nachvollziehbar zu machen.

Kritik am bisherigen Umgang

Bereits im Jänner war das Thema erstmals aufgekommen. Damals wurde seitens des zuständigen Landesrats zunächst Entwarnung gegeben. Kurz darauf zeigte sich jedoch, dass auch die Steiermark betroffen ist. Die angekündigte Aufklärung blieb bisher aus. Für Schönleitner ist das zu wenig: „Während anderswo gehandelt wird, fehlt hier noch immer Klarheit.“

Auch den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen sieht er kritisch. Diese würden wichtige Aufklärungsarbeit leisten – eine Aufgabe, die eigentlich in den Verantwortungsbereich der Politik fällt.

Blick auf den Bund: Gesetzesanpassung nötig

Neben Maßnahmen auf Landesebene sieht Schönleitner auch den Bund gefordert. Konkret geht es um das Mineralrohstoffgesetz. Sein Vorschlag: Asbesthaltiges Material soll künftig nicht mehr ausgebracht werden. Alternativen stehen laut Expert:innen bereits zur Verfügung.

Das würde nicht nur für mehr Sicherheit sorgen, sondern auch dazu beitragen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu schützen.