„Gute Nacht“: Grüne Kritik an SPÖ-Kurs Richtung FPÖ
Die steirische SPÖ zeigt sich offen für eine mögliche Zusammenarbeit mit der FPÖ. Für Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl ist das ein überraschender Schritt, schließlich benennt SPÖ-Chef Max Lercher selbst, was unter der FPÖ alles schiefläuft. Sie sieht darin vor allem eine verpasste Chance, den Menschen in der Steiermark echte Antworten zu geben. Stattdessen macht sie klar, wofür die Grünen stehen: für einen politischen Stil, der Probleme löst, statt sie zu verwalten
Lerchers Kurs sorgt für Verwunderung
Max Lercher benennt offen, was unter der FPÖ in der Steiermark alles schiefläuft und will diese Arbeit im nächsten Atemzug politisch absichern. Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der Grünen Steiermark, passt das nicht zusammen: „Max Lercher erklärt, was unter der FPÖ alles schiefläuft und will diese Arbeit im nächsten Atemzug politisch absichern. Das ist absurd.“
Ihr Fazit fällt deutlich aus: „Wenn das ‚moderne Sozialdemokratie‘ sein soll, gute Nacht.“
Wie es den Menschen in der Steiermark wirklich geht
Krautwaschl erinnert daran, wie sich die Lage in den vergangenen zwei Jahren tatsächlich entwickelt hat. Für sie ist klar: Besser geworden ist das Leben für niemanden.
- Die Arbeitslosigkeit steigt.
- Das Landesbudget steckt tief im Minus.
- Bei sozialen und zivilgesellschaftlichen Angeboten wurde gekürzt.
- Gleichzeitig spüren die Steirerinnen und Steirer Hitze, Trockenheit und immer neue Belastungen im Alltag.
„Von der Landesregierung kommt viel zu wenig, um ihnen konkret zu helfen“, bilanziert Krautwaschl. Genau in dieser Situation eine Annäherung an die FPÖ in Aussicht zu stellen, hält sie für die falsche Antwort auf die eigentlichen Probleme des Landes.
Die Grünen setzen auf einen anderen politischen Stil
Statt auf neue Bündnisse mit der FPÖ zu schielen, positioniert sich die Grüne Klubobfrau bewusst als Gegenentwurf. Je mehr sich andere Parteien mit blauer Politik arrangieren, sagt Krautwaschl, desto wichtiger sei eine klare grüne Haltung dagegen. Ihr Kompass dabei:
- Probleme lösen statt sie nur zu verwalten
- Menschen unterstützen, statt sie mit ihren Sorgen allein zu lassen
- Lebensgrundlagen schützen, statt sie aufs Spiel zu setzen
Damit knüpfen die Grünen an ihr Grundverständnis von Politik an: verlässlich für die Menschen da sein: bei Jobs, beim Budget, bei sozialen Angeboten und beim Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen vor Hitze und Trockenheit.

