Grüne drängen auf Lösung bei Millionenlücke in der Nachmittagsbetreuung
Mitten im laufenden Schuljahr fehlt plötzlich Geld für die Nachmittags- und Ferienbetreuung in der Steiermark. Besonders betroffen ist Graz, wo eine Lücke von rund zwei Millionen Euro entstanden ist. Für viele Familien geht es dabei um die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung. Die Grünen wollen jetzt Klarheit und konkrete Lösungen.
Fehlende Mittel treffen Familien und Gemeinden
Die Finanzierung der Nachmittagsbetreuung gerät ins Wanken: In mehreren steirischen Gemeinden fehlen Mittel, um bestehende Angebote aufrechtzuerhalten. Besonders deutlich zeigt sich die Situation in Graz, wo rund zwei Millionen Euro fehlen.
Für viele Familien ist die Betreuung am Nachmittag und in den Ferien ein fixer Bestandteil des Alltags. Fällt dieses Angebot weg oder wird teurer, hat das unmittelbare Auswirkungen auf Beruf und Familienleben.
Grüne bringen Thema in den Landtag
Die Grüne Bildungs- und Sozialsprecherin Veronika Nitsche kündigt an, das Thema in der kommenden Landtagssitzung als dringliche Anfrage einzubringen. Ziel ist es, von der Landesregierung konkrete Antworten zu bekommen.
„Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist das Angebot der Nachmittags- und der Ferienbetreuung essentiell. Was nicht passieren darf ist, dass Angebote zurückgefahren werden oder Familien plötzlich mehr bezahlen müssen“, so Nitsche.
Verantwortung bei Land und Bund
Die Grünen sehen den zuständigen Landesrat Hermann in der Pflicht, rasch zu handeln. Offen ist vor allem, seit wann die Finanzierungslücke bekannt ist und wie sie noch im laufenden Schuljahr geschlossen werden kann.
Auch auf Bundesebene orten die Grünen Handlungsbedarf. Kritik gibt es an Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Statt langfristiger Reformdebatten brauche es jetzt konkrete Lösungen für bestehende Probleme.
Für die Grünen ist klar: Es braucht rasche Planungssicherheit für Gemeinden und verlässliche Angebote für Familien – gerade im laufenden Schuljahr.

