Koralmtunnel: Neue Initiative soll Ticket-Ärger beenden
Wer mit dem Klimaticket durch den Koralmtunnel fährt, zahlt oft doppelt – und sorgt damit seit Monaten für Frust. Besonders Pendler:innen zwischen Steiermark und Kärnten trifft die aktuelle Regelung im Alltag. Die Grünen Steiermark bringen nun eine konkrete Lösung in den Landtag. Ihr Ziel: ein einfaches, faires System nach Vorbild des Arlbergtunnels.
Koralmtunnel: Warum das Ticket derzeit für Ärger sorgt
Die Idee hinter dem Klimaticket ist einfach: einmal zahlen, öffentlich mobil sein. Im Koralmtunnel funktioniert das derzeit jedoch nicht. Selbst wer ein regionales Klimaticket für die Steiermark oder Kärnten – oder sogar beide – besitzt, muss für die Durchfahrt extra zahlen. Für viele Pendler:innen ist das schwer nachvollziehbar.
„Seit einem halben Jahr erleben wir ein unwürdiges Trauerspiel auf dem Rücken der Fahrgäste. Damit muss jetzt Schluss sein“, sagt Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner.
Lösung nach Vorbild des Arlbergtunnels
Wie es besser gehen kann, zeigt ein Blick nach Westen: In Tirol und Vorarlberg gilt im Arlbergtunnel ein gemeinsames Zonensystem. Dort werden die regionalen Klimatickets beider Bundesländer anerkannt.
Genau dieses Modell wollen die Grünen nun auch für den Koralmtunnel umsetzen.
Die Initiative wurde im Landtag eingebracht, die Abstimmung folgt in der Sitzung im März 2026.
Pendler:innen entlasten, Regionen verbinden
Ziel ist eine rasche Einigung zwischen der Steiermark und Kärnten über ihre Verkehrsverbünde. Damit sollen:
- regionale Klimatickets künftig auch im Koralmtunnel gelten
- Pendler:innen finanziell entlastet werden
- die neue Bahnverbindung ihren Zweck besser erfüllen
Auch aus Kärnten kommt Unterstützung. Olga Voglauer betont: „Die Koralmbahn soll Menschen verbinden – aber ohne einfache Ticketlösung wächst der Frust.“
Druck auf die (Landes-)Regierung wächst
Für viele Menschen ist die Verbindung zwischen den Bundesländern Teil ihres Alltags – sei es für Arbeit, Ausbildung oder Familie. Eine komplizierte Ticketregelung passt nicht zu diesem Anspruch. Die Grünen setzen sich daher für eine Lösung ein, die das Leben einfacher macht und den öffentlichen Verkehr attraktiver gestaltet.

