Mehr Unterstützung für Kinder: Schulen brauchen zeitgemäße Fördermittel
Immer mehr Kinder in der Steiermark benötigen sonderpädagogische Unterstützung – doch die Mittel dafür orientieren sich noch an einer über 30 Jahre alten Quote. Das bringt Schulen und Familien zunehmend an ihre Grenzen. Die Grünen Steiermark setzen sich dafür ein, dass die Finanzierung endlich an die Realität angepasst wird. Ziel ist mehr Unterstützung dort, wo sie dringend gebraucht wird: im Schulalltag der Kinder.
Veraltete Quote bremst Unterstützung in Schulen
Derzeit basieren die Bundesmittel für den sonderpädagogischen Förderbedarf auf einer Quote von 2,7 Prozent aller Pflichtschüler:innen. Dieser Schlüssel ist seit Jahrzehnten unverändert – obwohl sich der Bedarf längst verändert hat. In der Steiermark liegt der Anteil der Kinder mit Förderbedarf aktuell bei rund 4,5 Prozent. Für viele Schulen bedeutet das: zu wenig Ressourcen, zu wenig Personal, zu wenig Unterstützung im Alltag.
„Diese Quote ist eine künstliche Grenze aus dem vorigen Jahrhundert. Mit der Realität in unseren Schulen hat sie längst nichts mehr zu tun“, sagt Klubobfrau Sandra Krautwaschl.
Mehr Mittel für sonderpädagogischen Förderbedarf
Die Grünen Steiermark setzen sich daher für eine Anpassung der Bundesmittel ein. Konkret geht es darum, mehr Lehrer:innenstellen und ausreichende Unterstützung für Kinder mit Förderbedarf sicherzustellen.
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Ein Blick nach Oberösterreich zeigt, dass Bewegung möglich ist: Dort hat der Landtag bereits einstimmig eine Resolution beschlossen. Auch aus der Steiermark soll nun ein klares Signal an den Bund gehen.
Familien und Schulen brauchen Planungssicherheit
Zwar ist im Regierungsprogramm auf Bundesebene eine Anhebung der Quote auf 4,5 Prozent vorgesehen – konkrete Schritte fehlen bislang. Für Schulen und Familien ist das eine schwierige Situation.
Viele Eltern kämpfen aktuell darum, dass ihre Kinder die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Auch Initiativen zeigen den Handlungsdruck: Mehr als 12.000 Unterschriften wurden zuletzt bundesweit für zusätzliche Ressourcen gesammelt.
„Wir sind im engen Austausch mit Eltern und Schulen. Viele erleben täglich, wie knapp die Unterstützung ist. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Förderung bekommen, die es braucht“, so Krautwaschl.
Gleiche Chancen für alle Kinder
Im Kern geht es um Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Wenn Kinder zusätzliche Unterstützung brauchen, soll diese auch verlässlich vorhanden sein – unabhängig von starren Quoten. Mehr Ressourcen bedeuten nicht nur Entlastung für Lehrer:innen, sondern vor allem bessere Lernbedingungen für Kinder. Damit Schule ein Ort ist, an dem alle mitkommen können.

