Leoben: Ende der „Allianz für Leoben“ – Grüne bereit Verantwortung zu tragen

Nach Koalitionsende: Grüne wollen weiter Verantwortung für Leoben übernehmen

In Leoben endet die sogenannte „Allianz für Leoben“. Nach dem Rückzug von Walter Reiter aus der Stadtregierung ist die Dreierkoalition aus SPÖ, Bürgerliste und Grünen beendet. Die Grünen ziehen dennoch eine konstruktive Bilanz der Zusammenarbeit. Gemeinderätin Susanne Sinz betont: Für eine lebenswerte und klimafitte Stadt wollen die Grünen weiterhin Verantwortung übernehmen.

Ende der „Allianz für Leoben“

Mit dem Rückzug von Walter Reiter aus der Stadtregierung endet die im April 2025 gebildete Dreierkoalition aus SPÖ, der Bürgerliste Walter Reiter und den Grünen. Damit steht die Stadtpolitik in Leoben vor einer Neuaufstellung.

Die vergangenen Monate seien jedoch von einer über weite Strecken konstruktiven Zusammenarbeit geprägt gewesen, sagt die grüne Gemeinderätin Susanne Sinz. In dieser Zeit konnten wichtige Projekte auf den Weg gebracht werden – insbesondere im Bereich Klima- und Energiepolitik.

Fortschritte bei Klima und Energie

Trotz angespannter budgetärer Rahmenbedingungen wurden zentrale Maßnahmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung umgesetzt oder vorbereitet.
Dazu zählen unter anderem:

  • ein vereinbarter Fahrplan zur Klimaneutralität bis 2040
  • der Status von Leoben als Pionierstadt im Klimaschutz
  • E-Busse im öffentlichen Verkehr
  • eine gemeindeeigene Energiegemeinschaft
  • künftig auch ausleihbare Klimatickets auf Initiative der Grünen

„Die Arbeit in der Stadtregierung war für mich immer vom Ziel geprägt, Leoben zukunftsfit und lebenswert zu gestalten“, betont Sinz.

Verantwortung für eine lebenswerte Stadt

Susanne Sinz gehört seit 2020 dem Gemeinderat an und möchte sich weiterhin aktiv in die Stadtpolitik einbringen. „Wir leben in Leoben in einer großartigen Stadt mit vielen Möglichkeiten und hoher Lebensqualität. Uns Grünen ist besonders wichtig, das für uns und kommende Generationen zu erhalten.“
Die Grünen seien daher bereit, weiterhin Verantwortung zu übernehmen – unabhängig davon, ob in einer Koalition oder in der Opposition. Entscheidend sei, dass die Stadt politisch handlungsfähig bleibt und sich positiv weiterentwickeln kann.

Offen für Zusammenarbeit – klare Abgrenzung

Die nächsten Schritte zur politischen Neuaufstellung liegen nun beim Bürgermeister. Die Grünen wollen diese Gespräche abwarten und zeigen sich grundsätzlich offen für konstruktive Zusammenarbeit.

Eine Beteiligung an einer Koalition, an der auch die FPÖ beteiligt wäre, schließen die Grünen jedoch aus.