Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Kritik an Sozialkürzungen

Welttag der sozialen Gerechtigkeit: „Soziale Sicherheit darf nicht ausgehöhlt werden“

Am internationalen Welttag der sozialen Gerechtigkeit richtet sich der Blick auf jene Menschen, die im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind. In der Steiermark sorgt der aktuelle sozialpolitische Kurs der Landesregierung für Diskussionen. Sozialsprecherin Veronika Nitsche warnt vor einer schleichenden Verschärfung bei wichtigen Leistungen. Es gehe um Fairness, Zusammenhalt und konkrete Hilfe für Menschen mit wenig Einkommen.

Welttag der sozialen Gerechtigkeit als Anlass für klare Worte

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit erinnert daran, wie wichtig gleiche Chancen und soziale Sicherheit sind. Für viele Menschen in der Steiermark ist das keine abstrakte Debatte, sondern tägliche Realität.

„So schaut es aus, wenn die FPÖ Sozialpolitik macht: Bei der Sozialunterstützung wird gekürzt, bei der Wohnunterstützung wird der Spielraum enger und beim Heizkostenzuschuss werden die Hürden höher. Gleichzeitig stellt die FPÖ alle Sozialleistungsbezieher:innen unter Generalverdacht“, so Sozialsprecherin Veronika Nitsche.

Sozialkürzungen treffen Menschen mit geringem Einkommen

Gerade Haushalte mit kleinem Budget sind auf verlässliche Unterstützung angewiesen. Wenn Leistungen eingeschränkt oder Zugänge erschwert werden, spüren das vor allem:

  • Familien mit mehreren Kindern
  • Alleinerziehende
  • Pensionist:innen mit niedriger Pension
  • Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen

„Wer hier verschärft oder Leistungen einschränkt, verschärft die soziale Schieflage und setzt Familien, Alleinerziehende und Pensionist:innen weiter unter Druck. Die Steiermark braucht eine Politik, die Zusammenhalt fördert und soziale Sicherheit ernst nimmt, statt Leistungen Stück für Stück zurückzuschrauben. Und da kann sich auch die ÖVP nicht aus der Verantwortung stehlen“, betont Nitsche.

Zusammenhalt stärken statt Misstrauen säen

Soziale Gerechtigkeit bedeutet, Menschen nicht unter Generalverdacht zu stellen, sondern ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Eine verlässliche Sozialpolitik schafft Stabilität – für Einzelne ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt.

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es entscheidend, Sicherheit zu geben und Perspektiven zu eröffnen. Wer soziale Unterstützung schwächt, riskiert mehr Unsicherheit und wachsende Ungleichheit. Die Grünen setzen sich daher für eine Steiermark ein, in der soziale Sicherheit als Grundlage für ein gutes Leben verstanden wird – nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit macht deutlich: Es geht um mehr als einzelne Förderungen. Es geht um die Frage, wie solidarisch unser Zusammenleben gestaltet wird. Eine zukunftsorientierte Politik stellt sicher, dass niemand zurückgelassen wird – und dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.