Neue Asbestfunde in Oststeiermark: Reaktion gefordert

Neue Asbestfunde: Grüne erwarten rasches Handeln in der Steiermark

Neue Analysen von Greenpeace sorgen in der Oststeiermark für Aufsehen: In veröffentlichten Proben wurde stark asbestbelastetes Material festgestellt. Für die Grünen Steiermark ist klar, dass das Thema nun nicht mehr relativiert werden kann. Sie sehen die Landesregierung in der Verantwortung, rasch zu reagieren und das Monitoring deutlich zu verstärken.

„Es geht um Vorsorge und Transparenz“

Kontrollsprecher Lambert Schönleitner fordert eine klare Kurskorrektur. „Nach den positiven Proben in der Oststeiermark kann niemand mehr so tun, als ginge uns das nichts an“, sagt Schönleitner. „Ich erwarte mir, dass Landesrat Hannes Amesbauer entgegen seiner Aussagen aus der letzten Landtagssitzung nun professionell mit diesen Ergebnissen umgeht und rasch tätig wird.“

Für die Grünen steht im Mittelpunkt, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen – bevor Menschen gesundheitlich belastet werden.

Monitoring auf höheren Sicherheitsstandard bringen

Aus Sicht der Grünen müssen die neuen Asbestfunde Anlass sein, das bestehende Monitoring in der Steiermark auf einen höheren Sicherheitsstandard zu heben. Besonders sensible Bereiche sollen prioritär überprüft werden.

Dazu zählen etwa:

  • Orte mit hoher täglicher Nutzung
  • Flächen mit starkem Abrieb, etwa durch Verkehr
  • Bereiche in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten

„Es geht um Vorsorge. Wenn an Orten, an denen täglich Menschen unterwegs sind, stark belastetes Material liegt, braucht es Maßnahmen und Transparenz“, betont Schönleitner.

Alternativen zu belastetem Streusplitt

Positiv sei laut Greenpeace, dass die aktuell untersuchten Proben aus steirischen Serpentinit-Steinbrüchen nicht hoch belastet waren. Für die Grünen ändert das jedoch nichts am grundsätzlichen Handlungsbedarf.

Wo asbesthaltiges Grundgestein problematisch eingesetzt werde – etwa als Streusplitt mit hohem Abrieb – sollten konsequent Alternativen genutzt werden. Technisch sei das problemlos möglich. Einige Kommunen gehen diesen Weg bereits seit Jahren.

Die Grünen begrüßen diese Praxis ausdrücklich und sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in der Steiermark.

Verantwortung wahrnehmen

Die aktuellen Asbestfunde zeigen, wie sensibel der Umgang mit belastetem Material ist. Für die Grünen geht es nicht um Zuspitzung, sondern um Verantwortung und Sicherheit im Alltag – auf Straßen, Wegen und in Wohngebieten.

Nun liegt es an der Landesregierung, die notwendigen Schritte zu setzen und transparent zu informieren. Klar ist: Vorsorge schafft Vertrauen – und schützt die Menschen in der Steiermark.