Schülertransport: Grüne bringen Bewegung in den Landtag

Schülertransport im Landtag: Grüne Initiative bringt Bewegung

Wie kommen Kinder sicher und verlässlich zur Schule? Diese Frage beschäftigt viele Familien in der Steiermark – besonders dort, wo Schülertransporte weggefallen sind. Eine Initiative der Grünen hat das Thema nun in den Landtag gebracht und eine parteiübergreifende Debatte ausgelöst. Klar ist: Die bestehenden Regeln sind veraltet und müssen an die heutige Lebensrealität angepasst werden.

Breiter Konsens: Regeln aus den 1960er-Jahren sind überholt

In der aktuellen Landtagssitzung waren sich alle Fraktionen einig: Der Schülergelegenheitsverkehr braucht eine Reform. Die gesetzlichen Grundlagen stammen noch aus den 1960er-Jahren und berücksichtigen weder veränderte Schulwege noch die heutige Organisation von Familie und Beruf.

„Die Debatte hat gezeigt, dass wir mit unserem Antrag einen Nerv getroffen und etwas ins Laufen gebracht haben“, sagt Grünen-Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner. Besonders erfreulich sei der breite Konsens über Parteigrenzen hinweg.

Rückenwind auch auf Bundesebene

Positiv bewertet Schönleitner auch die Signale aus dem Bundesrat: Vertreter unterschiedlicher Parteien haben angekündigt, das Thema auf Bundesebene weiterzuverfolgen. Damit rückt eine dringend nötige Novellierung der gesetzlichen Grundlagen erstmals seit Jahren wieder in greifbare Nähe.

Kein Einzelfall: Probleme in vielen Regionen

Ausgangspunkt der Initiative war unter anderem die Situation in Kirchberg an der Raab. Dort hat der Wegfall des Schülergelegenheitsverkehrs viele Familien vor große Herausforderungen gestellt. Doch ähnliche Rückmeldungen gibt es aus zahlreichen Regionen der Steiermark.

Die Initiative der Grünen macht deutlich: Es geht nicht um einzelne Gemeinden, sondern um ein strukturelles Problem, das viele Familien im Alltag betrifft.

Lösungen statt Zuständigkeitsdebatten

Für Schönleitner ist entscheidend, dass nun gemeinsam weitergearbeitet wird:
„Kinder sollen sicher zur Schule kommen, Eltern sich darauf verlassen können, dass der Schulweg funktioniert. Wichtig ist, dass wir jetzt nicht in Zuständigkeitsdebatten stecken bleiben, sondern Lösungen im Sinne der Familien entwickeln.“

Die parteiübergreifende Bereitschaft, an Verbesserungen zu arbeiten, wertet er als wichtiges Signal – und als Grundlage für konkrete nächste Schritte.

Der Schülertransport ist ein zentraler Teil der Lebensqualität vor Ort. Wenn Schulwege nicht mehr funktionieren, trifft das Familien direkt. Die Debatte im Landtag zeigt: Es gibt ein gemeinsames Problembewusstsein – und die Chance, veraltete Regeln endlich zu modernisieren.