Kleine Kästen, große Wirkung: Zeichen für gelebten Naturschutz in Lieboch
Naturschutz lebt von Zusammenarbeit – besonders dort, wo Menschen Verantwortung für ihre unmittelbare Umgebung übernehmen. In Lieboch haben die Grünen nun ein sichtbares Zeichen der Anerkennung gesetzt. Mit drei speziell gefertigten Fledermauskästen bedanken sie sich bei der Berg- und Naturwacht für ihren langjährigen Einsatz zum Schutz von Natur und Artenvielfalt.
Wertschätzung für Engagement vor Ort
Seit vielen Jahren unterstützt die Steiermärkische Berg- und Naturwacht Gemeinden wie Lieboch bei zentralen Aufgaben im Natur- und Artenschutz. Dazu gehören unter anderem:
- Pflege von Schutz- und Naturräumen
- Amphibienschutz-Aktionen
- der jährliche Frühjahrsputz
- Bildungsprojekte mit Schulen
Diese kontinuierliche Arbeit trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume zu erhalten und das Bewusstsein für Naturschutz schon bei jungen Menschen zu stärken.
„Ein kleines Zeichen des Dankes“
„Die Berg- und Naturwacht unterstützt uns und viele andere Gemeinden mit großem Einsatz und viel Fachwissen“, sagt Grünen-Gemeinderätin Veronika Snobe. „Wir erleben diese Zusammenarbeit ganz konkret – etwa bei der Zenzwiese, beim Amphibienschutz oder in der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mit den Fledermauskästen wollen wir ein kleines Zeichen der Wertschätzung setzen und etwas zurückgeben.“
Die drei übergebenen Kästen wurden lokal gefertigt und orientieren sich in ihrer Bauweise an natürlichen Fledermausquartieren. Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo natürliche Lebensräume verloren gegangen sind oder im Rahmen von Schutz- und Informationsprojekten.
Fledermäuse schützen heißt Lebensräume erhalten
„Viele Fledermausarten nutzen Baumhöhlen als Ruhe- und Fortpflanzungsorte“, erklärt Eva Bernhart von der Berg- und Naturwacht. „Der Erhalt alter Bäume ist daher der wichtigste Schutz. Künstliche Quartiere können das zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.“
Gerade in Gemeinden können solche Maßnahmen helfen, Artenvielfalt direkt vor der Haustür zu sichern – pragmatisch, regional und gemeinsam umgesetzt.
Naturschutz braucht starke Partnerschaften
Abschließend betont Snobe, dass nachhaltiger Naturschutz nur durch Zusammenarbeit gelingt. „Wenn wir unsere Natur schützen wollen, braucht es starke Partner vor Ort. Die Berg- und Naturwacht ist genau so ein Partner.“

