Stromsparen durch Beleuchtungssteuerung

Stromsparen durch Beleuchtungssteuerung

Soviel ich weiß, ist es noch immer schwierig, Strom in großen Mengen zu speichern. Gerade bei Flusskraftwerken heißt das also, dass sie in der Nacht Strom produzieren, obwohl zu dieser Zeit sehr wenig verbraucht wird. Ich nehme einmal an, dass dies auch ein Grund ist, dass man die Straßen, z.B. in Graz, die ganze Nacht über beleuchtet lässt – abgesehen vom wirtschaftlichen Vorteil der Energie Graz.
Meine Idee ist es Strom zu sparen, indem man ab Mitternacht alternierend jede zweite Straßenlaterne abdreht. Ab Mitternacht (z.B. bis 05:00 Uhr früh) ist es nicht notwendig, die Straßen in Graz so intensiv zu beleuchten. Da braucht auch niemand mit dem Sicherheitsaspekt zu argumentieren, da der Verkehr zu dieser Zeit ja bedeutend geringer ist. Auch die Beleuchtungen bei öffentlichen Gebäuden (z.B. Bezirksgericht in der Radetzkystraße) müssen nach Mitternacht nicht mehr eingeschaltet sein.
Es gäbe also einen schönen Auftrag an viele Grazer Elektro-Unternehmen zu vergeben, die Straßenbeleuchtungen so umzubauen, dass sich jede zweite Lampe nur an jedem zweiten Abend einschaltet. Damit käme zur Stromkostenersparnis auch die Lebensdauerverlängerung der Leuchtmittel.
Wie groß das Einsparungspotential – sowohl der Stromkosten als auch durch die verlängerte Lebensdauer der Lampen ist, könnte auch eine schöne Rechenaufgabe für die Bulme oder Thema für eine Diplomarbeit für Studierende sein. Miteinbeziehen könnten man da auch den Verlust, den die Wirtschaft durch geringeren Verkauf der Leuchtmittel macht.
Mit diesem eingesparten Strom würde ich die Ladestationen für Elektroautos zu dieser Zeit beliefern: Wenn ich mein Elektroauto um 19:00 Uhr an die Ladestation stecke, heißt das ja nicht, dass mein Auto dann sofort geladen werden muss. Die Ladung kann ja auch dann erst erfolgen, wenn der „günstige Strom nach Mitternacht“ zur Verfügung steht. Der Anreiz, ein Elektro-Auto zu kaufen, könnte sich dadurch erhöhen.
Was also zu tun wäre:

  • Machbarkeits- und Effizienzstudie
  • Umbauplan des Netzes der Straßenbeleuchtungen (vor allem in Großstädten)
  • Kostenschätzung
  • Ausschreibung bzw. Vergabe der Arbeiten an heimische Elektro-Unternehmen

Umstellung der Stromladestellen auf günstigen Nachttarif

Kosten gäbe es also für:

  • Studie
  • Umbau der Beleuchtungssteuerungen 
  • Umbau der Stromladestellen

Der Nutzen:

  • Stromersparnis bzw. Umschichtung
  • Verlängerung der Lebenszeit der Leuchtmittel
  • Anreiz zum Umstieg auf Elektroauto durch günstigen Ladetarif
  • Weniger „Lichtverschmutzung“

Ob die Ersparnis durch das Abdrehen der Lampen den derzeitigen Bedarf der Elektro-Autos abdecken kann, weiß ich natürlich nicht, da habe ich auch im Internet keine Schätzungen gefunden. Da ich aber vor längerer Zeit den Beruf des Elektro-Installateurs gelernt habe, glaube ich, dass diese Umbauten jetzt keine großen Vorlaufzeiten benötigen oder ein großer Aufwand sind. 

Ronald Vala, Hausmannstätten